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30.03.2011 RSS Feed

Wir müssen Unternehmer und Bauern sein



Berlin (ba/vfz/pm) - Wir müssen Unternehmer und Bauern sein, wir müssen auf Wettbewerbsfähigkeit genauso achten wie auf Nachhaltigkeit. Davon zeigte sich Dr. Helmut Born, der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), auf der Landesversammlung des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes am 25. März 2011 in Friesenheim überzeugt. Deshalb sei es richtig, jetzt eine werteorientierte Debatte über die Prinzipien bäuerlicher Landwirtschaft zu führen. Ich mache das nicht an Hektarzahlen oder Bestandsgrößen in der Tierhaltung fest, sondern zuvorderst an der Frage, ob es Bauernfamilien sind, die diese Betriebe tragen und verantworten, oder nicht. Kapitalanlagegesellschaften mit 30.000 oder 40.000 Hektar provozieren diese Diskussion, betonte der DBV-Generalsekretär.

Das Erdbeben in Japan habe die Welt verändert. Wer jetzt noch glaubt, die große Richtschnur für die Agrarpolitik müsse in erster Linie Greening und Extensivierung sein, der wird sich korrigieren müssen. Denn wenn die Kernenergie ausfällt und die fossile Energie allenfalls übergangsweise aus Klimaschutzgründen eine Alternative sein kann, dann muss bei den Erneuerbaren Energien auch die Biomasse ihren Beitrag bringen, zeigte sich Born überzeugt. Daher empfahl er, bei der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes EEG zwar die Einspeisevergütung zu überprüfen, jedoch nicht die Entwicklungsziele.

Born kündigte an, dass der DBV die Novelle des EEG in diesem Jahr konstruktiv begleiten werde. Wir müssen uns die Einspeisevergütungen in ihrer Höhe und in ihrer Struktur anschauen. Die jetzige Gestaltung des Güllebonus muss weg, sie ist im Grunde nur ein zusätzlicher NaWaRo-Bonus. Ebenso müsse sich die Einspeisevergütung besser einfügen in die Entwicklung der Energie- und Agrarmärkte.


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