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Weiterhin unklare Verhältnisse bei der ISNMünster (ba/vfz/fr) – Die größte Schweinhalter-Organisation Deutschlands, die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN), hat am Dienstag dieser Woche ihre Mitgliederversammlung in Osnabrück abgehalten. Bei vielen der rund 500 angereisten Mitglieder war die Stimmung schon seit Wochen schlecht. Aber nicht nur die derzeitigen Schweinepreise und der noch „nachwabernde“ Dioxinskandal waren der alleinige Grund für die stimmungsmäßige Schieflage: Viele der rund 12.000 Mitglieder sahen sich in der letzten Zeit von ihrer ISN und dem Vorstand schlecht vertreten, was letztendlich die Aktion „Initiative Pro ISN“ auf den Plan gerufen hatte. Die „Initiative Pro ISN“ die nicht nur mit neuen Ideen und großen Hoffnungen sondern auch mit einer eigenen Wahlliste nach Osnabrück gekommen war, konnte nicht alle ihrer Kandidaten „durchbringen“. Prominentestes „Wahl-Opfer“ für die „neue ISN“ ist August Riedfort, der als Mitglied der „alten ISN“ nunmehr an der Spitze und herausragender Kandidat für die „neue ISN“ angetreten war und die Wahl verloren hat und damit nicht mehr dem Vorstand der ISN angehört. Ausgesprochen bedauerlich, so wurde aus Kreisen der Initiative Pro ISN berichtet, sei für August Rietfort dabei die Tatsache, dass bei der Wahl zum Vorstand 11 Stimmen für Rietfort bei der Stimmenauszählung ungültig waren und somit eventuell genau die Anzahl der Stimmen nicht gewertet werden konnten, die zum Wahlsieg von Rietfort zum Vorstand fehlten. (Inzwischen erhielten wir die Information, dass die Stimmen für Rietfort deshalb ungültig gewesen sein sollen, weil sie für einen völlig anderen Wahlgang bestimmt gewesen waren. Rietfort hatte nach diesen Erklärungen somit wohl zu keiner Zeit Siegesaussichten gehabt. Ferner ließen sich von den "11-Stimmen", so wurde von neutraler Seite aus gegenüber "Branche Aktuelle/vfz, erklärt, auch keine "Verschwörungstheorien" ableiten.)
Nach dem jetzigen Wahlergebnis dürfte jedoch nach Einschätzung von Insidern noch keine Ruhe innerhalb der ISN eintreten. Zu groß scheint das Zerwürfnis innerhalb der Mitglieder zu einem Teil des Vorstandes und ihrem Vorsitzenden. Als brüskierend empfanden es vielmehr viele Mitglieder, dass eine Diskussion über eine interne Branchenkommunikation auf der ISN-Mitgliederversammlung mittels aufgebotener Rechtsanwälte verhinderte – wie Teilnehmer erklärten: abgewürgt - wurde. (Das dieses von beiden Seiten, derjenigen, die gegen eine von den Schweineproduzenten bezahlten Branchenkommunikation sind und der anderen Seite, die dafür stimmen, jeweils anders gesehen wird, ist verständlich.)
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