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19.04.2011 
Vor-Ort-Bioenergieberatung der BLE: Biogasanlage erfolgreich am Netz
Mit Unterstützung der Bioenergieberatung der Bundesanstalt für
Landwirtschaft und Ernährung (BLE) ist auf dem Hof Hammermühle in
Gemünden, Westerwald, eine moderne Gras verarbeitende Biogasanlage
entstanden. Vergangenes Wochenende öffnete der Betrieb seine Hoftore.
Seit Dezember 2010 wird auf dem Hof Hammermühle in der gemeinsam von
Albrecht Rudolph und Kai Peter Schwarz betriebenen Anlage Biogas
erzeugt. Aus Grassilage, etwas Maissilage, Gülle und Mist entsteht Strom
und Wärme. Mehr als 400 Interessenten besuchten am Samstag, 16. April
2011, diese für das Gebiet Westerwald beispielhafte Biogasanlage. Die
BLE-Bioenergieberatung und die Betreiber stellten sich den zahlreichen
Fragen rund um das Thema Erneuerbare Energien .
Beratung von Anfang an
Die beiden Landwirte mussten zuvor erkennen, dass sie von ihrer
Landwirtschaft alleine keine ausreichenden Familieneinkommen mehr
erwirtschaften konnten. Zeitgleich zum Beginn der kostenfreien
Bioenergieberatung durch die BLE im Herbst 2009 wandten sie sich an die
Vor-Ort-Bioenergieberatung. Die BLE-Unterstützung reichte dabei von der
individuellen Grundberatung, über eine Analyse der Betriebssituation bis
hin zur Erstellung eines fachkundigen Konzeptes für eine Biogasanlage.
Am Ende des Beratungsprozesses stand fest, dass auf der verfügbaren
Fläche mit insgesamt 135 Hektar genügend Biomasse, vorwiegend Gras,
für eine mittelgroße Biogasanlage erzeugt werden kann. Zudem stehen
ausreichend Gülle und Mist zur Verfügung. Mit Hilfe der
BLE-Bioenergieberatung erhielten Albrecht Rudolph und Kai Peter Schwarz
schließlich die Entscheidungshilfen, die sie für die
Genehmigungsbeantragung und Auftragserteilung für den Bau einer Gras
verarbeitenden 260 kW-Biogasanlage benötigten. Ergänzend halfen die
BLE-Berater bei der Finanzierungsverhandlung mit der Hausbank.
Weitere Investition geplant
Nach dem gelungenen Start planen die Anlagenbetreiber bereits eine
Erweiterung der Biogasanlage auf 500 kW. Auch hier ist die
BLE-Bioenergieberatung begleitend tätig. So werden künftig benachbarte
Landwirte überschüssiges Gras an die Biogasanlage verkaufen können. Ein
ausgewogenes Wärmenutzungskonzept mit der Gemeinde sorgt darüber hinaus
für Einsparungen im Gemeindehaushalt. Somit profitieren von der
Biogasanlage die Betreiber, die Substrate anliefernden Landwirte und die
Verbandsgemeinde. Der Bau dieser Biogasanlage ist ein sehr gutes
Beispiel für die wirtschaftliche Förderung des ländlichen Raumes im
Einklang mit Natur, Landschaftserhaltung und umliegender Bevölkerung.
BLE als regionaler Ansprechpartner
Im Auftrag der Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe (FNR) bietet die
BLE diesen kostenlosen Service als offizieller Ansprechpartner für den
Bioenergieanbau an. Bundesweit ist sie damit eine von insgesamt zwölf
regionalen Anlaufstellen. Das bundesweite Beratungsangebot ist
Bestandteil des Aktionsprogramms Energie für morgen - Chancen für
ländliche Räume vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung
und Verbraucherschutz.
Weitere Informationen zum Thema finden Sie im Internet unter www.ble.de
oder www.bioenergie-portal.info
Hinweis an die Redaktionen:
BU für das beigefügte Bild: Einweihung der neuen Biogasanlage
Hammermühle in Gemünden, Westerwald, Bürgermeister Gerhard Loos,
Verbandsgemeinde Westerburg,
die beiden Betreiber der Biogasanlage, Albrecht Rudolph und Kai Peter
Schwarz, sowie Dr. Klaus Wemken von der BLE-Bioenergieberatung (v.l.),
Quelle: BLE
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