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02.12.2011 RSS Feed

Verbraucherinformationsgesetz verabschiedet

Wuerstchenbude In Berlin Mitte 1112010 P

DBV fordert verantwortlichen Umgang


Berlin (ba/vfz/dbv) - Der Deutsche Bundestag hat das Verbraucherinformationsgesetz abschließend beraten. Der Deutsche Bauernverband (DBV) weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Information und Transparenz unverzichtbare Voraussetzungen für ein hohes Vertrauen in Lebensmittel und deren Herstellungsweg sind. Die Lebensmittelkrisen dieses Jahres hätten sehr deutlich gezeigt, dass falsche Informationen verheerende Auswirkungen auf Wirtschaft und Verbraucher haben können. Obwohl bei den Dioxinfunden zu keinem Zeitpunkt eine Gesundheitsgefahr bestanden habe, brach der Markt für Schweinefleisch und Eier zeitweise stark ein. In der EHEC-Krise sei längere Zeit vor den falschen Lebensmitteln gewarnt worden. Die Verbraucher seien total verunsichert gewesen und viele Landwirte hätten ihre Erzeugnisse vernichten müssen. Ein guter Teil des damit verbundenen wirtschaftlichen Schadens ist bis heute noch nicht behoben, stellt der DBV fest.

Der Dioxinfall und die EHEC-Krise machen einmal mehr deutlich, dass für eine verantwortungsvolle Verbraucherinformation nicht die Informationsmenge, sondern deren Qualität entscheidend ist, heißt es beim DBV. Wie der Bundesrechnungshof vor kurzem dargelegt hat, ist zudem eine koordinierte Vorgehensweise der in Bund und Ländern beteiligten Behörden unerlässlich. Nur verlässliche Informationen würden Vertrauen schaffen. Inflationäre Informationen auf Basis unsicherer Fakten würden hingegen Misstrauen und Ängste in der gesamten Lebensmittelkette erzeugen. Der DBV erwartet deshalb von den Verantwortlichen, dass nach Verabschiedung der Novelle des Verbraucherinformationsgesetzes eine Information der Öffentlichkeit ausschließlich über gesicherte Erkenntnisse erfolgt. Zudem fordert der DBV eine umfassende Haftung der öffentlichen Hand bei Falschinformationen.


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