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29.11.2010 RSS Feed

ERDEL: Überregulierung bei Rindfleisch und tierischen Fetten abbauen

Berlin (ba/vfz/pm) - Am 24. November 2000 wurde zum ersten Mal in Deutschland ein Fall von BSE nachgewiesen. Zehn Jahre danach hält der  FDP-Landwirtschaftsexperte Rainer Erdel eine Neubewertung der Maßnahmen, die damals im Zuge der Krise ergriffen wurden für erforderlich. Damals wurde unter anderem die Fütterung tierischer Fette verboten und neue Vorschriften bei der Schlachtung von Rindern eingeführt. Hierzu erklärt der Abgeordnete im Agrarausschuss Erdel:  „In Deutschland gab es 2010 keinen einzigen BSE-Fall mehr. Dank schneller und effektiver Maßnahmen, wurden bereits in den Jahren zuvor keine BSE-Fälle mit Rindern nachgewiesen, die nach 2001 geboren wurden. Die damals eingeführten Regeln sind sehr streng und kostenaufwändig. Viele der im Zuge der Krise vor zehn Jahren erlassenen Vorschriften sind aus heutiger wissenschaftlicher Sicht unnötig und können zurückgenommen werden. So bringt etwa das Verbot der Verfütterung tierischer Fette in der Schweinezucht oder die starken Einschränkungen bei der Verfütterung von Fischmehl, einen deutlichen Wettbewerbsnachteil für unsere Landwirte mit sich. Angesichts endlicher Vorräte an Phosphat, welches ein unersetzbares Düngemittel ist, wäre es zudem wichtig, die in Tierknochen enthaltenen Phosphate zu nutzen. Dieser Dünger wäre nicht nur nachhaltiger, sondern ist sogar gesundheitlich unbedenklicher als importiertes Phosphat aus Lagerstätten, die häufig mit Schwermetallen wie Cadmium belastet sind.“ Zudem kritisiert der Milchbauer aus Mittelfranken die Regelungen zu Schlachtabfällen bei Rindern: „Einige der aktuellen Bestimmungen sind geradezu absurd. Ich sehe keinen Sinn darin, Rinderdärme deutscher Tiere als ‚Risikomaterial‘ zu beseitigen und diese dann gleichzeitig von Rindern aus Südamerika zu importieren. Dort finden bekanntlich keinerlei BSE-Tests statt. Außer Frage steht aber natürlich, dass wir die hohen Standards in der Lebensmittelsicherheit beibehalten wollen. Dies schließt aber nicht aus, dass Fleischabfälle, die nicht als Nahrungs- oder Futtermittel geeignet sind, zumindest energetisch in Biogasanlagen zu nutzen.“ Die Arbeitsgruppe Landwirtschaft der FDP beschäftigt sich bereits seit einiger Zeit mit diesem Thema und wird am Mittwoch, den 24.11. ein  Fachgespräch führen, an dem unter anderem Verbraucherschützer, Experten  des Bundesamts für Risikobewertung und Tiermediziner teilnehmen werden. Ziel ist zu eruieren welche Regelungen gelockert werden können und welche Vorschriften beibehalten werden sollten.  --       

Erdel Rainer Mdb Ein Ff-foto Dsc


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