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14.01.2011 RSS Feed
Übereinstimmende Bewertung des jüngsten Dioxinfalls

Berlin (ba/vfz/pm) - Übereinstimmend haben Bundesministerin Aigner und die Vertreter der einzelnen Branchen der Produktionskette bei Lebensmitteln tierischen Ursprungs festgestellt, dass Bund und Länder, aber auch die Wirtschaft mit ihren Eigenkontrollsystemen, den jüngsten Dioxinfall transparent und im Sinne des Verbraucherschutzes konsequent abarbeiten. Gemeinsam haben alle Beteiligten festgestellt, dass die rasche Ermittlung der Dioxinquelle und die risikoorientierte Bewertung in der Produktionskette zur schnellen Ermittlung der mit Futtermitteln belieferten Landwirte geführt haben. Wie die jetzt angelaufenen Gegenproben zeigen, können in rascher Folge die meisten Betriebe wieder freigegeben werden.

 

Neben den aktuellen Maßnahmen zur Sicherung eines möglichst hohen Verbraucherschutzes haben die Wirtschaftsbeteiligten Vorschläge besprochen, wie Bund und Länder zusammen mit der Wirtschaft, die nun zu Tage getretenen Schwachstellen im Vorfeld der Mischfutterindustrie eingrenzen und beseitigen können. Der Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes, Werner Hilse, unterstützte die wirtschaftsseitigen Vorschläge

- einer risikoorientierten Gesamtbewertung der Produktionskette mit entsprechend erhöhter   Kontrolldichte bei fettliefernden Einzelfuttermittelproduzenten,

- einer konsequenten Trennung technischer Produktionsprozesse von Lebens- und Futtermitteln,

- einer umfassenden Positivliste für alle Einzelfuttermittel, die in besonderer Weise auch eine Risikobewertung der Produktions- und Logistikwege beinhalten muss.

 

Positiv hervorgehoben wurde in dem Gespräch das gute Miteinander der Verwaltungen von Bund und Länder zu Krisenbewältigung und Krisenkommunikation. Von Seiten der Wirtschaft wurde die Bitte geäußert, den eingeschlagenen Weg, die Krisenkommunikation zu vereinheitlichen, weiterzugehen.

 

Hinsichtlich des Ausgleichs der entstandenen Schäden in den landwirtschaftlichen Betrieben hat Präsident Werner Hilse darauf hingewiesen, dass dies eine Aufgabe nach der Bewältigung der akuten Probleme sei. Er setze darauf, dass mit der Futtermittelwirtschaft eine einvernehmliche Lösung gefunden werde.

  



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