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25.02.2010 RSS Feed

Sicherheitsnetz für Agrarmärkte wichtig


München (ba/vfz/bbv) − Die EU-Agrarminister starteten am Montag die grundsätzlichen Beratungen über Marktinstrumente, die die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) ab 2014 beinhalten soll. Die spanische EU-Ratspräsidentschaft verteilte dazu einen Fragebogen an die EU-Staaten. Die Spanier erachten Maßnahmen in der GAP für notwendig, die die Agrarmärkte effektiv stabilisieren und die zunehmenden Preisschwankungen für die Bauern abmildern.

Sie haben zum Ziel, über verschiedene Ansatzpunkte in der GAP, zur Einkommensabsicherung beizutragen. Um letztlich jeden einzelnen Landwirt bei seinem einzelbetrieblichen Risikomanagement zu unterstützen, sieht die EU-Ratspräsidentschaft die Marktinstrumente als wichtigen Bereich an.

Als Bestandteil der sozialen Marktwirtschaft für die Bauernfamilien tritt der Bauernverband für den Erhalt der EU-Direktzahlungen als betriebliche Grundabsicherung ein. Nach Angaben der EU-Kommission haben die Direktzahlungen zwischen 40 und 70 Prozent Anteil an den landwirtschaftlichen Einkommen der etwa 14 Millionen Bauern in Europa.

Im Wirtschaftsjahr 2008/2009 lag das Bruttoeinkommen einer Familienarbeitskraft in der bayerischen Landwirtschaft bei 1.540 Euro im Monat. Ergänzend muss in der GAP noch ein „Sicherheitsnetz“ hinzukommen, um extremen Marktschwankungen über rasch verfügbare Marktinstrumente zu begegnen, sagt der Bauernverband.

Diese Instrumente kommen bei bedeutenden Marktschwierigkeiten befristet zum Einsatz. Berufsstand und Politik müssen praxis- und sachorientiert darüber diskutieren, welcher Mix aus bisherigen Marktinstrumenten wie Intervention, private Lagerhaltung, Exportförderung sowie Absicherungssystemen wie der Tierseuchenkasse und auch aus neuen Instrumenten wie eines betrieblichen Risikoausgleichs oder Exportkredite für die Zukunft optimal ist. Bislang ist von den Praktikern in Bayern große Zurückhaltung zu staatlich mitfinanzierten Ernte- oder Mehrgefahrenversicherungen zu vernehmen, da diese Staatsmittel anderweitig von den Agrargeldern abgehen werden. Die Versicherungswirtschaft sieht nach aktuellen Presseberichten für sich deutschlandweit ein Geschäft mit rund 400 Millionen Euro.



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