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Agrarfreihandel: Ohne Begleitmassnahmen verschwindet Getreidebau Bern (ba/vfz/lid) – Bei einer Umsetzung eines Agrarfreihandelsabkommens mit der EU würde die Schweizer Brotgetreideproduktion praktisch verschwinden, falls nicht die Politik mit Begleitmassnahmen eingreift.Zu diesem Schluss kommt eine Studie der ETH Zürich im Auftrag der Branchenorganisation Swiss Granum, die am 30. November in Düdingen den Medien vorgestellt wurde. Auch die Futtergetreidefläche würde um fast die Hälfte sinken. Auch wenn die Getreideproduzenten durch einen optimierten Maschineneinsatz und andere Massnahmen die Produktionskosten senken könnten, liessen sich dadurch die tieferen Erlöse am Markt nicht kompensieren, erklärte Studienleiter Bernard Lehmann, Professor für Agrarökonomie an der ETH. Um die Getreideproduktionsflächen auf dem heutigen Niveau zu stabilisieren, müsste an die Produktion ein zusätzlicher Beitrag von 600 Franken bis 1'000 Franken pro Hektare bezahlt werden. Die Forscher beurteilten ferner die Auswirkungen eines Agrarfreihandels mit der EU auf die Mühlen und Bäcker anhand einer Umfrage. Die Branchenleader unter den Mühlen seien in ihrer eigenen Einschätzung im europäischen Vergleich konkurrenzfähig, hiess es. Kleine Mühlen könnten durch Nischenstrategien einen Weg finden, am stärksten betroffen wären demnach mittelgrosse Betriebe. Bei den Bäckereien geht laut der Studie die Zahl der Betriebe bereits zurück, dieser Prozess würde durch ein Agrarfreihandelsabkommen leicht verstärkt. Insgesamt seien aber die Bäckereien nicht so stark betroffen, weil erstens die Bedeutung der Rohstoffkosten eher gering sei, und weil zweitens die Kunden etwas höhere Preise akzeptieren würden. Für die Branchenorganisation Swiss Granum ist klar, dass Begleitmassnahmen notwendig sein werden, nicht nur für die Getreidebauern, sondern auch für die Verarbeiter | Suche Abonnenten-LogIn Aktuell: Tiertransporte Alle sagten:
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