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19.11.2009 RSS Feed

Wie geht es weiter nach 2013?


München (ba/vfz/bbv) –  Die Edmund Rehwinkel-Stiftung fördert im kommenden Jahr wissenschaftliche Beiträge, die sich der gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union nach 2013 widmen. Vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen, der Diskussion um Klima- und Ressourcenschutz und einer fortschreitenden Entleerung ländlicher Räume bis hin zu den benachteiligten Gebieten stellt sich die Frage, wie die Weichen der künftigen Agrarpolitik nach 2013 gestellt werden müssen. Dabei gilt es, auch die Gestaltung agrarnaher Politikbereiche wie beispielsweise den Pflanzenschutz oder die Gentechnik einzubeziehen.

Mit den Reformbeschlüssen von Luxemburg 2003 sei ein Paradigmenwechsel in der europäischen Agrarpolitik einhergegangen, heißt es in der Begründung zu der Ausschreibung. Nach Einführung der entkoppelten Betriebsprämien im Rahmen des so genannten Kombimodells werden die bisherigen Direktzahlungen in Deutschland bis 2013 vollständig auf regional einheitliche Betriebsprämien umgestellt. Für deren Erhalt müssen Landwirte schon heute Cross Compliance-Auflagen nachkommen. Und mit der auf 10 Prozent steigenden obligatorischen Modulation gewinnt die zweite Säule der Agrarpolitik weiter an Bedeutung.

Die Studien sollen deshalb die Politikfolgeabschätzungen in unterschiedlichen Szenarien analysieren, internationale Vergleiche ziehen und Empfehlungen daraus ableiten. Dabei können auch bisherige Vorschläge analysiert und bewertet, neuartige Konzepte und Ideen entwickelt werden. Die Entwicklung im Zusammenhang mit der GAP stehenden Politikfeldern, wie z. B. Gentechnik, Futtermittel und Pflanzenschutz können ebenso beleuchtet werden.

Die Studien können das Thema in Teilbereichen oder vollständig bearbeiten. Der maximale Förderbetrag pro Studie beträgt 15.000 Euro, die Anmeldefrist endet am 1. Dezember 2009. Die Bewerber werden bis Mitte Februar 2010 über den Ausgang des Auswahlverfahrens benachrichtigt. Letztes Abgabedatum der geförderten Studien ist der 18. Oktober 2010. Bewerben können sich Personen mit Hochschulausbildung sowie wissenschaftliche Einrichtungen. Interessenten wenden sich bitte an die Edmund Rehwinkel-Stiftung, Hochstraße 2, 60313 Frankfurt/Main.



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