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26.03.2010 RSS Feed

Photovoltaik: Hände weg von landwirtschaftlichen Nutzflächen

BWV steht für sinnvolle Lösungen beim Ressourcenschutz


Koblenz (ba/vfz/pm) - Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau hat sich im Rahmen seiner jüngsten Gremiensitzungen mit dem Thema Photovoltaik auf landwirtschaftlichen Nutzflächen auseinandergesetzt. In Anbetracht der derzeitigen Diskussionen auf Bundesebene, bei der über eine Reduzierung der Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen verhandelt wird, hat sich der Bauernverband hinter die wirtschaftenden Betriebe gestellt.

 

Im Hinblick auf die agrarische Nutzung von landwirtschaftlichen Flächen (Acker- und Grünflächen) vertritt der Verband eine klare Position und spricht sich gegen die Errichtung von Photovoltaikanlagen auf diesen Flächen aus. Er begrüßt grundsätzlich die Förderung regenerativer Energiequellen als Beitrag zur Ressourcenschonung, zur CO2-Senkung, zur Stärkung der regionalen Wirtschaft und auch zur Einkommenssicherung bäuerlicher Familien im ländlichen Raum. Dabei sollten bestehende Potenziale für Photovoltaikanlagen auf Dächern von Gebäuden vorrangig ausgeschöpft werden.

 

Grundsätzlich sollten bereits befestigte oder vorbelastete Flächen (z.B. Deponie- und Konversionsflächen, aufgegebene Verkehrs- oder Gewerbeflächen) sowie landwirtschaftlich nicht nutzbare Flächen zur Errichtung von Freiflächen-Photovoltaikanlagen genutzt werden.

 

Die Förderung von Photovoltaikanlagen darf nicht dazu führen, dass ein für die Landwirte ein wirtschaftlich schädlicher Wettbewerb um landwirtschaftliche Nutzflächen entsteht, der darüber hinaus zum Verlust wertvoller landwirtschaftlicher Produktionsflächen führt. Bewirtschaftete Acker- und Grünlandflächen müssen deshalb der Produktion von Nahrungsmitteln, der Produktion von nachwachsenden Rohstoffen und dem Erhalt und der Pflege von Kulturlandschaft vorbehalten bleiben.

 

Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau appelliert an die gesellschaftliche Verantwortung der Kommunen, bei Planungen vor Ort die Bedürfnisse der landwirtschaftlichen Betriebe stärker zu berücksichtigen und sich nicht von kurzfristig erzielbaren hohen Pachtpreisen für landwirtschaftliche Flächen beim Aufbau von Photovoltaikanlagen leiten zu lassen.

 

 

 


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