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29.03.2010 RSS Feed

Österreich zieht Studie zu Gentech-Mais zurück


Berlin ba/vfz/lid) - Österreich hat eine im November 2008 veröffentlichte Studie über Langzeit-Fütterungsversuche mit Mäusen zurückgezogen.

Die Studie hatte in der Öffentlichkeit grosses Aufsehen erregt, weil einige der mit gentechnisch verändertem Mais gefütterten Mäuse weniger Nachkommen zur Welt brachten. Medien und gentech-kritische Organisationen hatten das Ergebnis als Hinweis auf eine verringerte Fortpflanzungsfähigkeit durch "Gen-Mais" interpretiert, wie transgen.de berichtet. Bereits im Oktober 2009 hatte die österreichische Regierung bei der EU-Kommission erklärt, dass es den mit der Studie beauftragten Wissenschaftlern nicht gelungen sei, eine "zufriedenstellende statistische Auswertung der Daten" vorzulegen. Eine solche Auswertung werde von den österreichischen Ministerien, welche die Studie in Auftrag gegeben hatten, auch nicht mehr erwartet. Im November 2008 war die unter der Leitung von Jürgen Zentek durchgeführte Studie auf einer Tagung in Wien vorgestellt worden.

Zentek und seine Mitarbeiter hatten Labormäuse mit einer Diät gefüttert, die zu einem Drittel aus gentechnisch verändertem Mais NK603xMON810 bestand. Eine Kontrollgruppe hatte konventionellen Mais erhalten. In einer Versuchsvariante waren Mäuse über vier Generationen mit beiden Diäten gefüttert worden. In der damals veröffentlichten Auswertung dieser "Langzeitstudie" war die Zahl der Nachkommen beim dritten und vierten Wurf geringer als bei denen der konventionell gefütterten Kontrollgruppe. Zwar warnte Zentek vor übereilten Verallgemeinerungen, doch seitdem wird die Studie von gentechnik-kritischen Gruppierungen immer wieder als Beleg für gesundheitliche Risiken durch gentechnisch veränderte Nahrungspflanzen herangezogen. Österreich hatte die Studie in die Beratungen auf EU-Ebene eingebracht.



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