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16.06.2012 rss_feed

Schweinepreis: Kommt was völlig Neues? – Wer würde profitieren – wer verliert?

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Bonn (ba/vfz/fr) - In den letzten Stunden verstärkt sich besonders in Norddeutschland Raum hartnäckig das Gerücht, dass ein sehr großer Schlachtunternehmer mit einem eigenen Schweinepreis auf den Markt kommen will.


Ob überhaupt und inwieweit die Planungen innerhalb des besagten Unternehmens gediehen sind, ob dieses überhaupt angedacht wurden, oder der reinen Fantasie einiger Flüstere entspringt, nämlich dass ein Schlachtunternehmen - oberhalb der Maingrenze - mit einer nicht zu unterschätzenden Marktmacht aus der ungeschriebenen, aber vorhandenen Anbindung und Leitfunktion an den sogenannten - bisher in der Schweinevermarktung allein gültigen - Vereinigungspreis aussteigt, konnte aufgrund des Wochenendes nicht festgestellt werden.

Im wahrsten Sinne des Wortes unbestätigte Gerüchte sprechen jedoch davon, dass der eigene Schweinepreis bereits in der nächsten, spätestens aber in der übernächsten Woche, Realität werden könnte.

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Für Insider käme diese Entwicklung nicht völlig überraschend, da in der letzten Zeit immer öfters von Seiten der Schlachtbetriebe vom Vereinigungspreis abgewichen wurde und sogenannte Hauspreise galten, die teilweise nicht nur bei den Viehkaufleuten, sondern auch innerhalb der Erzeugergemeinschaften, zu erheblichen finanziellen Verlusten geführt haben.

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Für den betreffenden Schlachthof würde sich de facto mit der Installation eines eigenen Preissystems, gegenüber den eigenen Hauspreisen, somit erst einmal anscheinend nicht viel ändern. Ob und für wen sich ein solches Preissystem rechnen würde, bleibt jedoch abzuwarten und bedarf noch einer sehr eingehenden Prüfung. Man kann jedoch davon ausgehen, dass, sollte es zu einer derartigen Verschiebung innerhalb des Preisfindungssystems kommen, die dafür zuständigen Verbände sich außergewöhnlich kurzfristig mit entsprechenden Kommentaren und Stellungnahmen äußern werden.

Nach einer ersten Einschätzung von Seiten des Handels, könnte sich die Aufkündigung der unmittelbaren Verkettung des derzeitigen Nordwestpreises mit dem Auszahlungspreis für Schweine, eventuell sogar für den Handel als positiv herausstellen. Bislang verlor der Handel teilweise immense Summen an Geld, wenn der Nordwestpreis höher lag, als die oft in der letzten Zeit ausgezahlten Hauspreise der Schlachtunternehmen.

Hinzu käme, dass, sollten sich die Gerüchte bewahrheiten, der Handel wieder stärker in seine ihm abgestammte Rolle, die des Händlers und somit in die Partnerschaft und Vermittlerrolle zwischen Landwirt und Schlachtunternehmens, eingebunden würde. Bei unterschiedlichen Preisen - also einem völlig frei zu verhandelnden Schweinemarkt - käme es verstärkt auf die Mithilfe und somit auf die Erfahrung und das Können jedes einzelnen Viehkaufmannes an, der durch sein handeln dafür sorgte, dass alle Marktbeteiligten innerhalb der Produktionskette zu einem guten Preis und somit Erlös kämen.

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Gegner eines freien - also neuen -  Schweinepreises befürchten jedoch, dass es zu einer Art Neoliberalismus auf dem Schweinemarkt und innerhalb der Schlachtstätten kommen könnte. Würde die derzeitige Preisfindung, innerhalb der Erzeugergemeinschaften und des freien Vieh- und Fleischhandels, in seiner jetzigen Form wegfallen, würden ausschließlich Markt- und Absatzmacht, die finanzielle Stärke eines Schlachtunternehmens und letztendlich auch die Unternehmensgröße darüber bestimmen, wer die auf dem Markt befindlichen Schweine schlachtet. Dies würde zwangsläufig zu einem schnelleren Strukturwandel innerhalb der Schlachtbranche führen. Finanzschwache und schwächelnde Unternehmen in der Schlachtbranche würden zwangsläufig - auf kurzfristige Sicht gesehen - aus dem Markt ausscheiden müssen, da sie den dann beginnenden - freien - (Preis)kampf um das Schlachtschwein – aufgrund fehlender Finanzstärke - nicht gewinnen könnten.

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Inwieweit es sich bei diesem Gerücht um bloße Wünsche, bzw. einen Versuchsballon, handelt, oder ob tatsächlich Substanz an dem Getuschel ist, wird sich in den nächsten Tagen zeigen.


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