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08.05.2012 rss_feed

Marketing: Für jede Mutter etwas Einzigartiges

Sonnenblumen

Bonn (ba/vfz/pm) - Der zweite Sonntag im Mai ist traditionell Ehrentag aller Mütter. Besonders gern verschenken Klein und Groß zu diesem Datum Blumen – als bunte Sträuße oder als Topfpflanzen. Jede Mutter hat ihre Lieblingspflanze. Dass wir für jede Vorliebe und alle Anlässe eine einzigartige Vielfalt anbieten können, ist das Ergebnis langer und intensiver Arbeit in der Zierpflanzenzüchtung, erklärt Dr. Carl-Stephan Schäfer, Geschäftsführer im Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter e. V. (BDP). Wie viel Vorarbeit und Planung darin steckt, hochwertige Zierpflanzen in Gärtnereien und Handel bereitzustellen – angefangen bei der Saatgutproduktion bzw. der Stecklingsvermehrung über den Jungpflanzenbetrieb bis hin zur Gärtnerei oder zum Einzelhandel –, ist oftmals unbekannt.


Jedes Jahr gibt es besondere Anlässe, an denen Pflanzen die Herzen der Beschenkten höher schlagen lassen. Dass zu diesen Festtagen ausreichend Zierpflanzen blühen, setzt eine logistische Meisterleistung voraus. Denn im Gegensatz zu anderen Branchen sind die Produkte nicht auf Knopfdruck fertig. Jedes Pflanzenwachstum braucht seine Zeit und jede Sorte hat ganz individuelle Ansprüche, sagt Schäfer. Während der Verkauf der fertigen Pflanzen anlässlich des Muttertags beginnt, laufen gleichzeitig die Vorarbeiten für die Bereitstellung von Weihnachtssternen auf Hochtouren.

 

In der Produktionskette werden zunächst kleine Pflänzchen aus Saatgut (generativ) oder aus Sprossteilen anderer Zierpflanzen (vegetativ) angezogen und in Jungpflanzenbetrieben weiterkultiviert und schließlich an den Gärtner vermarktet. Manchmal findet die Produktion in unterschiedlichen Regionen der Welt statt, um bessere klimatische Bedingungen zu nutzen. Die Züchtung – der Ursprung einer Sorte – findet dagegen häufig in Deutschland statt.

 

Die Züchter verbessern die Sorteneigenschaften in langjährigen Prozessen. So werden Farbe, Form und Größe der Blüten sowie die Blühdauer, Krankheitsresistenzen und Stresstoleranzen kontinuierlich optimiert. Jedes Jahr führen die Zierpflanzenzüchter zehntausende Kreuzungen durch und wählen unter den Hunderttausenden von Nachkommen dann die mit den kräftigsten Farben, der schönsten Blütenform und der längsten Blühdauer aus. Die Pflanze muss in ihrem gesamten Aufbau ein harmonisches Ganzes ergeben. Die Züchtung ist wie Kunst: Die Vereinigung der verschiedensten Merkmale ergibt nach langer Arbeit das Gesamtkunstwerk – eine prächtig blühende Zierpflanze, erklärt Schäfer.

 

Die Züchter versuchen, die Anforderungen des Handels und der Verbraucher zu erfüllen. Trockenstresstoleranz bei Zierpflanzen ist ein gefragtes Züchtungsziel. Erste Untersuchungen in einem Gemeinschaftsforschungsprojekt zeigen, dass Sorten unterschiedliche Tricks für das Überleben bei wenig Wasser einsetzen, erläutert Schäfer. Dieses Wissen möchten die Zierpflanzenzüchter nutzen, um künftig auf allen Produktionsstufen den Wassereinsatz so effizient wie möglich zu gestalten und die Frische der Zierpflanzen noch weiter zu erhöhen.

Fakten zur Branche:

Hierzulande züchten etwa 50 Unternehmen Zierpflanzen. Ein Anzeichen für die bunte Vielfalt und die Innovationskraft der Zierpflanzenzüchter, die bereits Mitte des 18. Jahrhunderts in Deutschland begann, sind die derzeit über 10.100 geschützten Zierpflanzensorten in über 1.300 Gattungen auf europäischer Ebene. Allein 1.701 Sorten stammen aus Deutschland. Die Zierpflanzenzüchter in Deutschland züchten für alle wichtigen Weltmärkte mit Schwerpunkt Europa und Nordamerika. Bei bestimmten Arten z. B. bei Geranien und Knollenbegonien sind einzelne deutsche Unternehmen führend. Der Umsatz des gesamten inländischen Marktes liegt bei 8,6 Milliarden Euro jährlich zu Einzelhandelspreisen. Der Wert der Inlandserzeugung liegt bei 50 Prozent. Beet- und Balkonpflanzen haben daran mit 76 Prozent den größten Anteil.

 

Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter e. V. (BDP):

Der Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter e.V. (BDP) mit Sitz in Bonn und Berlin ist die berufsständische Vertretung der rund 130 deutschen Pflanzenzuchtunternehmen und Saatenhändler aus den Bereichen Landwirtschaft, Gemüse und Zierpflanzen. Mit einer F&E-Quote (Forschung & Entwicklung) von 16,1 Prozent gehört die Pflanzenzüchtung zu den innovativsten Branchen in Deutschland. Rund 12.000 Beschäftigte finden in ihr einen Arbeitsplatz und legen mit ihrer Tätigkeit die Basis für eine erfolgreiche Landwirtschaft und die darauf folgenden Stufen der Wertschöpfungskette.

 


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