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10.02.2010 RSS Feed

Mortler: EU-Kommission vergibt mit neuem EU-Bio-Siegel Chance einer vernünftigen Verbraucheraufklärung - Keine klare Botschaft


Mortler Marlene Dsc

Berlin (ba/vfz/pm) - Die CSU-Agrarexpertin Marlene Mortler hält der EU-Kommission vor, mit dem neuen EU-Bio-Siegel eine Chance zur vernünftigen Verbraucheraufklärung vertan zu haben: "Das ab Juli verpflichtende neue Bio-Logo mit dem Euro-Blatt ist zu wenig aussagekräftig und bleibt klar hinter den Erwartungen zurück", kritisierte Mortler. So verzichte die EU darauf, Verbraucher über die regionale Herkunft eines Produkts im Rahmen des Siegels zu informieren. "Dabei würde eine Herkunftskennzeichnung mehr Transparenz in den mittlerweile weltweit umkämpften Biomarkt bringen", sagte die CSU-Frau. "Regionale kurze Wege gehören für viele Bioproduktkäufer mit zu den für ihre Kaufentscheidung wichtigen Eigenschaften des Produkts. Umso bedauerlicher ist es, dass die EU, die mittlerweile 27 Mitgliedsstaaten zählt, auf diese Angabe verzichtet und nur den Vermerk Herkunft EU beziehungsweise Herkunft nicht EU nutzen will", bemängelte Mortler.

Nach Ansicht Mortlers stiftet das neue Siegel gerade mit dieser der so genannten Zwei-Prozent-Regel geschuldeten Angabe mehr Verwirrung als nötig. Die Zwei-Prozent-Regel sieht vor, dass sobald mehr als zwei Prozent der Zutaten des Bioprodukts nicht aus der EU stammen, dies auf dem Siegel vermerkt wird. "Aber welchem Verbraucher erschließt sich, was der Aufdruck "Herkunft EU/Herkunft nicht EU" auf einer Bio-Pfeffersalami zu bedeuten hat?", sagte Mortler. Gerade mit Blick auf Gewürze, die selten aus EU-Ländern stammten und schnell die zwei Prozent Grenze überschritten, dürfte die verwirrende Angabe schnell auf zahlreichen Verpackungen zu finden sein, urteilte die Bundestagsabgeordnete.

Mortlers Fazit: "Die EU-Kommission hat hier eine unausgegorene Regelung auf den Weg gebracht. Die Zwei-Prozent-Regelung muss schnellst möglich geändert werden."



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