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Milchleistung zuletzt wieder stärker gestiegenBonn (ba/vfz/pm) - Mit der Eindämmung der Blauzungenkrankheit haben in Deutschland auch die Milchleistungen der Kühe wieder stärker zugenommen. Wie der Deutsche Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfungen (DLQ) vergangene Woche in Bonn mitteilte, erhöhte sich die durchschnittliche Laktation der Kühe im Rahmen der Deutschen Milchleistungsprüfung im Ende September abgeschlossenen Prüfungsjahr 2008/09 gegenüber dem Vorjahr um 111 kg auf 8 347 kg. Im Vorjahr hatte die mittlere Milchleistung lediglich um 11 kg zugenommen. Die mittlere Fettmenge pro Kuh konnte von den Betrieben, die an der Milchleistungsprüfung teilnahmen, 2008/09 im Vergleich zum Vorjahr um 4 kg auf 330 kg gesteigert werden, womit der Fettgehalt wie 2007/08 im Schnitt 4,13 % betrug. Die Eiweißmenge erhöhte sich ebenfalls um 4 kg, und zwar auf 274 kg, was den durchschnittlichen Eiweißgehalt um 0,1 Prozentpunkte auf 3,43 % steigen ließ. Nach Angaben des DLQ waren über alle Bundesländer zuletzt insgesamt fast 3,506 Millionen Kühe der Deutschen Milchleistungsprüfung angeschlossen; das entsprach einer Zunahme um 8 347 Tiere. Erhebungen deuteten darauf hin, dass der Anteil der unter der Milchleistungsprüfung stehenden Kühe stetig zunehme, da diese Prüfung für ein erfolgreiches Herdenmanagement unentbehrlich sei, erklärte der DLQ. Brandenburgische Kühe vorne Den ersten Rang in der Milchleistungsprüfung belegten 2008/09 die brandenburgischen Kühe, die laut DLQ-Angaben mit einer Jahresleistung von durchschnittlich 8 907 kg Milch einen neuen Höchstwert erzielten. Brandenburg löste damit Sachsen vom Spitzenplatz ab, obwohl der Zuwachs mit 107 kg unterdurchschnittlich ausfiel. In Sachsen verbesserte sich die Milchleistung der geprüften Kühe aber „nur“ um 77 kg auf 8 891 kg. An dritter und vierter Stelle im bundesweiten Vergleich standen 2008/09 die Milchkühe in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt mit einer mittleren Leistung von 8 863 kg beziehungsweise 8 856 kg. Am höchsten fiel in den neuen Ländern diesmal der Leistungszuwachs der thüringischen Kühe mit 170 kg auf 8 816 kg aus. Das bundesweit größte Plus wurde in Nordrhein-Westfalen erzielt, das im Jahr 2007 sehr viele Fälle von Blauzungenkrankheit verzeichnet hatte; dort stieg die Milchleistung gegenüber 2007/08 im Schnitt um 250 kg auf 8 367 kg. Über dem Bundesmittel liegen traditionell auch die Milchmengen pro Kuh in Niedersachsen-Bremen und Weser-Ems mit 8 613 kg und 8 574 kg. Dies gilt ebenso für Schleswig-Holstein, wo die Leistung der geprüften Tiere im Prüfungsjahr 2008/09 aber um 2 kg auf 8 188 kg im Mittel zurückging. Vor allem rassenbedingte Unterschiede Traditionell niedriger als im Norden und Osten fällt die Milchleistung der Kühe im Süden Deutschlands aus. Allerdings konnten die Milchviehbetriebe in Hessen und Rheinland-Pfalz im vergangenen Prüfjahr Boden gut machen. Die Milchleistung wurde dort gegenüber 2008/09 überdurchschnittlich gesteigert, und zwar in Hessen um 198 kg auf 7 867 kg und in Rheinland-Pfalz um 218 kg auf 7 439 kg. Die unteren Plätze in der Skala der Deutschen Milchleistungsprüfung nehmen Baden-Württemberg und Bayern ein. In Baden-Württemberg verbesserte sich die mittlere Milchleistung der geprüften Tiere um 161 kg auf 7 164 kg, während die Kühe in Bayern den Sprung über die Marke von 7 000 kg schafften, nämlich von zuvor durchschnittlich 6 946 kg auf 7 035 kg. Dem DLQ zufolge spiegeln sich in den Leistungsunterschieden zwischen den Bundesländern die differenzierten Strukturen und Produktionsvoraussetzungen in Deutschland wider. Die Betriebsleiter passten sich mit ihrem Management und den Milchrinderrassen den jeweiligen Gegebenheiten an, erläuterte der DLQ. Bekanntlich werden in den Ländern mit hohen Milchleistungen überwiegend milchbetonte Rassen gemolken, während in Süddeutschland in den Milchviehställen Zweinutzungsrassen den Schwerpunkt bilden. | Suche Abonnenten-LogIn Aktuell: Tiertransporte Alle sagten:
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