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01.07.2011 RSS Feed

Mehrwert der Landwirtschaft verdeutlichen

Koblenz (ba/vfz/DBV) Die Landwirtschaft produziert nicht nur Lebensmittel und nachwachsende Rohstoffe,
sondern mit ihnen auch gesellschaftliche Leistungen, die einerseits nicht direkt über den Preis
entlohnt und zudem von unserer Gesellschaft sehr kritisch begleitet werden.
Das betonte der
Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Werner Hilse, in seinem Grußwort beim
Junglandwirtetreff von DBV und Bund der Deutschen Landjugend (BDL) anlässlich des
Deutschen Bauerntages 2011 in Koblenz. Die Landwirtschaft müsse sich auf die Anforderungen
einer beschleunigten und grellen Medienwelt einstellen, die im Skandal und mit einfachen
Botschaften ihr Heil suche, so Hilse weiter. Umso bedeutender sei es, dass die Landwirte ihre
Arbeit, Werte und Normen aktiv in der Öffentlichkeit vertreten und mit dem Verbraucher noch
viel mehr als bisher eine intensive Diskussion pflegen. Der Junglandwirtetreff anlässlich des
Deutschen Bauerntages greife genau diese Thematik mit seinem Titel Junglandwirt mit
Mehrwert!
auf und verdeutliche einmal mehr, dass es darum gehe, mitzureden und sich
einzumischen.
Auch die Stellvertretende BDL-Vorsitzende, Magdalena Kliver, verdeutlichte in ihrer Begrüßung,
dass junge Landwirtinnen und Landwirte einen entscheidenden Einfluss auf die
Wertevorstellung der Bevölkerung hinsichtlich der Landwirtschaft und ihrem Stellenwert haben.
Für aktive Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer sei es daher immer wichtiger, ihre
Arbeit öffentlich zu vertreten und den hohen Mehrwert, den sie für die Gesellschaft erbringen,
darzustellen. Kritisch bemerkte Kliver, dass die landwirtschaftliche Produktion in der
Öffentlichkeit oft in einem idyllischen und verniedlichenden Licht wahrgenommen werde. Dies
führe dazu, dass bei Bekanntwerden von Verstößen gegen Tierschutzauflagen oder
Grenzwerten die realen Bedingungen häufig skeptisch oder ablehnend in Frage gestellt werden,
obwohl sie den gesetzlichen und politischen Vorgaben entsprechen. Unverzichtbar ist es nach
Ansicht Klivers daher, realistisch über die moderne Landwirtschaft zu informieren.


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