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23.09.2011 RSS Feed

Krisen bewältigen – aber effektiv


DVT sieht Kommunikationsaufgabe für alle Beteiligten

Berlin/Bonn (ba/vfz/dtv) -  Ist nach der Krise vor der Krise? – so lautete das Thema der diesjährigen Jahrestagung des Deutschen Verbandes Tiernahrung e. V. (DVT) in Berlin. Die Futter- und Lebensmittelkrisen des Jahres 2011 haben Schwachstellen in der Kette und vor allem im Krisenmanagement aufgezeigt. Sie sind nicht nur im Ausmaß und im Schadensumfang, sondern vor allem in der politischen und medialen Wahrnehmung grundverschieden. Das zeigt der Blick auf Dioxin, EHEC und nicht zuletzt die Grundsatzdiskussion um die gesellschaftliche Akzeptanz moderner Lebensmittelerzeugung.


Alle Beteiligten müssen sich zunächst der Herausforderung eines effektiven Krisenmanagements stellen. Aus Sicht des DVT ist es mindestens genauso wichtig, die dazugehörige Kommunikation sowie daraus abgeleitete neue gesetzliche Rahmenbedingungen dem Vorfall und seinem Risiko für die Verbraucher angemessen und verantwortungsvoll vorzunehmen. Nicht erst seit dem Jahr 2011 gibt es sowohl reale Gefährdungen und mediale Krisen. Der Dioxin-Fall 2011 beispielsweise war ohne Frage ein klarer und inakzeptabler Regelverstoß. DVT-Präsident Helmut Wulf betont hierzu: Vonseiten der Futtermittelbranche haben wir frühzeitig gemeinsam mit den vor- und nachgelagerten Stufen der Lebensmittelkette konkrete und wirkungsvolle Maßnahmen zur Beseitigung sichtbar gewordener Schwachstellen und zur Risikominimierung umgesetzt. Die gesetzgeberischen und medialen Reaktionen auf den Dioxin-Fall standen jedoch zum großen Teil nicht in angemessenem Verhältnis zur Gefährdung. DVT-Präsident Wulf dazu: Die eigentliche Risikobewertung und Wahrnehmung der Gefahr, die vom Vorfall ausging, geriet völlig in den Hintergrund: Die Tatsache, dass niemals ein gesundheitliches Risiko bestanden hat, kam zu spät bei den Menschen an. Hier sieht Wulf eine Kommunikationsaufgabe für alle Beteiligten: Die gesamte Wertschöpfungskette einschließlich der Tierernährung als erste Stufe hat ihre Effizienz und die Sicherheit ihrer Prozesse in den zurückliegenden Jahren zwar ständig verbessert. Sie muss aber auch offensiver informieren und mehr für die gesellschaftliche Akzeptanz tun. Diese Diskussion wollen wir mit unserer Tagung nach vorne bringen.


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