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23.09.2009 RSS Feed

Landfrauen sagen Nein zur aktuellen Form der Milchproteste


Bonn/berlin (ba/vfz/pm) - Der Deutsche LandFrauenverband erteilt der Form der gegenwärtigen Proteste der Milchviehhalter eine klare Absage. Über die zunehmende Aggressivität und Militanz zeigt sich Brigitte Scherb, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes äußerst besorgt und betroffen. „Gewalt und Zerstörung sind keine Lösung. Es ist für mich unerträglich mit anzusehen, wie Mittel zum Leben in den Gully gekippt werden. Dies ist eine Entwertung unserer Nahrungsmittel, die nicht zielführend ist“, erläutert Scherb.

 

Trotzdem möchte die dlv-Präsidentin mit ihrer Kritik nicht die derzeitige Situation der Milchviehhalter beschönigen. „Die Lage ist immer noch katastrophal. Alle Kraft muss nun daran gesetzt werden, die Verbraucher davon zu überzeugen, mehr Milchprodukte zu angemessenen Preisen nachzufragen“, erklärt Scherb. Vor allem muss der Verbraucher überhaupt die Möglichkeit erhalten, einen angemessenen Preis bezahlen zu können. Hier sieht Scherb die Discounter in der Pflicht, den ruinösen Preiskampf zu unterlassen. „Es ist nicht nachzuvollziehen, dass die Discounter die Kunden mit Niedrigpreisen bei Lebensmitteln locken, dann das große Geld mit Artikeln aus dem Non-Food-Bereich wie Kleidung, Elektroartikel oder Schreibbedarf machen - und wir Bäuerinnen und Bauern zahlen die Zeche“, so Scherb. Sie fordert die Discounter auf, endlich Verantwortung zu übernehmen, indem sie Lebensmittel zu den Preisen anbieten, die sie wert sind.


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