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20.05.2010 RSS Feed

Kühe sind keine Klimakiller


München (ba/vfz/bbv) – Der Fachausschuss für tierische Veredelung des Bayerischen Bauernverbandes nimmt den neuen Bericht der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) zum Anlass und plädiert eindringlich dafür, die Land- und Forstwirtschaft und insbesondere die Tierproduktion und damit verbunden auch den Fleischkonsum nicht länger ungerechtfertigt an den Pranger zu stellen.

Die Land- und Forstwirtschaft ist in erster Linie Teil der Lösung beim Klimaschutz. Sie ist die einzige Branche, die im Rahmen ihrer Produktion CO2 bindet und daher eine positive Klimabilanz hat. Zudem wurden die Emissionen in den letzten 20 Jahren um 17 Prozent gesenkt. Im Übrigen ist die Land- und Forstwirtschaft direkt und massiv von den negativen Folgen des Klimawandels betroffen, unter anderem durch einen höheren Krankheits- und Schädlingsdruck sowie die Zunahme von Extremwetterereignissen.

Der Fachausschuss für tierische Veredelung des Bayerischen Bauernverbandes lehnt den Ansatz des so genannten CO2-Fußabdrucks für Lebensmittel ab. Eine derartige produktspezifische CO2-Kennzeichnung bringt keine sachlich fundierte Aufklärung. Beispielsweise werden bei der Berechnung die Beiträge, die die Landwirtschaft in Form der CO2-Bindung leistet, nicht berücksichtigt. Die Berechnungsmethoden sind außerdem bislang nicht standardisiert. Damit sind nicht nur verschiedene Ergebnisse nicht vergleichbar, sondern es steigt auch die Gefahr des Missbrauchs zu Werbezwecken. Alles in allem würde der CO2-Fußabdruck also dem Verbraucher keine Orientierung geben, sondern nur zur Verunsicherung beitragen. Eine einfache Orientierungshilfe für den täglichen Lebensmitteleinkauf besteht vielmehr darin, beim Einkauf auf Regionalität und Saisonalität zu achten. 

Die Land- und Forstwirtschaft ist ausdrücklich bereit, weiterhin als Teil der Lösung ihren aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. 



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