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03.12.2009 RSS Feed

Hoefken Ulrike Dsc

Koalition spielt Weihnachtsmann für Mais-Monokulturen und Gen-Mais-Propaganda


Berlin (ba/vfz/pm) - Zum Bericht der Bundesregierung in der Sitzung des Agrarausschusses über den Befall durch Maiszünsler und Maiswurzelbohrer in Deutschland sowie zum tagenden Runden Tisch Agro-Gentechnik von Forschungsministerin Schavan bemerkte Ulrike Höfken, Sprecherin für Agro-Gentechnik, dass die Agrarpolitik der Bundesregierung seltsame Blüten treibe.


Die frischgebackene Staatssekretärin des BMELV, Julia Klöckner, habe einen „Solidaritätsfonds“ für Maisbauern angekündigt. Monokulturen, fehlende Fruchtfolgen und die Missachtung der guten fachlichen Praxis treiben aber gerade das vermehrte Auftreten von Schädlingen wie Maiswurzelbohrer und Maiszünsler voran. Auf Nachfrage der Grünen musste ein Vertreter der Bundesregierung einräumen, dass bei beiden Schädlingen die Schäden in diesem Jahr relativ gering waren und keine Daten darüber vorliegen, ob überhaupt Schadensschwellen im nennenswerten Umfang überschritten wurden.

 

Tatsächlich begünstigt auch der Klimawandel das Auftreten neuer Schädlinge und anderer Probleme. Die Grünen wehren sich aber entschieden dagegen, dass mit neuen Finanzspritzen eine Mais-Monokultur gefördert wird und die Probleme zur Schützenhilfe für Agro-Gentechnik-Konzerne missbraucht werden. Bt-Gentechpflanzen nutzen gegen den Maiswurzelbohrer nichts und haben bereits in einigen Ländern zu Schädlingsresistenzen geführt.

 

Die Grünen fordern, die Landwirte aus den vorhandenen Förderprogrammen bei der Einhaltung der „guten fachlichen Praxis“ wie Fruchtfolgen, verbesserte Stoppel- und Bodenbearbeitung zu unterstützen, eine bessere Förderung des biologischen Pflanzenschutzes sowie die Stärkung der Agrarforschung in diesem Bereich. Das Beispiel Schweiz zeigt, dass diese Maßnahmen eine effektive Bekämpfung des Schädlings ermöglichen.

 

Ein Runder Tisch Agro-Gentechnik, der zur reinen Alibiveranstaltung verkommt und allein die „Weiterentwicklung“ vermeintlicher „Potenziale“ der Agrogentechnik thematisieren soll, macht keinen Sinn. Eine weitere verschleierte Förderung der Gentechniklobby unter dubiosen Überschriften für Haushaltstitel wie „Mais-Sonderfonds“ ist nicht hinnehmbar, erklärte Höfken.




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