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Jetzt handeln mit Mut und Augenmaß![]() Oldenburger Unternehmertag diskutiert Landwirtschaft der Zukunft
Diskutierten vor 1.000 Besuchern auf dem Oldenburger Unternehmertag über die Landwirtschaft der Zukunft (von links) Foto: ild 2 - Uwe Bintz, Unternehmensberater der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Stefan Ortmann, Geschäftsbereichsleiter der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Jürgen Otzen, Direktor der Landwirtschaftskammer Niedersachen, Milchviehhalter Dirk Böschen, Ferkelerzeuger Dirk Frahne, Peter Kuhlmann-Warning, Arbeitsgemeinschaft der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Weser-Ems, Prof. Dr. Dr. Franz-Josef Radermacher, Leiter des Forschungsinstituts für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung der Universität Ulm, Gerhard Schwetje, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Werner Hilse, Präsident des Landvolkverbandes Niedersachsen. Oldenburg (ba/vfz/lwk-Niedersachsen) – Wenn landwirtschaftliche Unternehmen heute Entscheidungen treffen, werden die stärker als in der Vergangenheit die Entwicklung der Betriebe, ja der ganzen Landwirtschaft beeinflussen. Mit dieser zitierten Expertenmeinung eröffnete Gerhard Schwetje, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, den diesjährigen Unternehmertag, der heute (3. November) in Oldenburg stattfand. Rund 1.000 Besucher waren in die Weser-Ems-Halle gekommen, um sich über das Thema
Und die Politik reagiere darauf. Als Beispiele nannte der Vizepräsident den Tierschutzplan in Niedersachsen und Überlegungen, die Teilprivilegierung baurechtlich gewerblicher Tierhaltungsanlagen abzuschaffen. Global gesehen kommt man nach Ansicht des Vizepräsidenten an einem Dass es für die weltweite Landwirtschaft unterschiedliche Zukunftsszenarien gibt, erläuterte Prof. Dr. Dr. Franz-Josef Radermacher, Leiter des Forschungsinstituts für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung der Universität Ulm. Nach seiner Auffassung gibt es drei mögliche Entwicklungslinien:
Er empfahl den Landwirten, diese drei Szenarien bei ihren Entscheidungen mit zu berücksichtigen. Den Faktor Arbeit in einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung beleuchtete Uwe Bintz von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. In seinem Vortrag
Die Einstellung von Mitarbeitern als Weg aus der Arbeitsfalle stelle nicht nur zusätzliche Anforderungen an den Landwirt hinsichtlich Arbeitsorganisation und Mitarbeiterführung. Um eine leistungsgerechte Bezahlung zu ermöglichen, müsse der Betrieb – wie bei allen anderen Investitionen auch – sehr gute Produktionsleistungen und damit auch überdurchschnittliche Deckungsbeiträge erzielen. Er forderte die Landwirte auf, Produktionsreserven konsequent zu nutzen, was eine kontinuierliche Produktionskontrolle zwingend notwendig mache. Hier habe der Landwirt den größten Einfluss, seine Wirtschaftlichkeit zu optimieren. Wie unterschiedlich die Zukunftsausrichtung landwirtschaftlicher Unternehmen aussehen kann, schilderten zwei Landwirte. Der Milchviehhalter Dirk Böschen aus Grasberg (Landkreis Osterholz) hatte den elterlichen Betrieb 1998 mit damals 95 Kühen übernommen. Heute hält er 820 Kühe, seinen 380 Hektar (ha) großen Betrieb bewirtschaftet er mit zwölf Mitarbeitern. Bei seiner Planung steckt er seine Ziele immer wieder neu ab. Bereits 2004 hatte er sein erstes Ziel – 400 Kühe – erreicht. Auch Dirk Frahne, Schweinemäster aus Goldenstedt (Landkreis Vechta), hat seinen Betrieb aus kleinen Anfängen weiterentwickelt. Vor 18 Jahren begann er mit 60 Sauen, 220 Plätzen für Mastschweine und 50 ha Ackerland. Heute hat er 320 Sauen, 1.600 Ferkelplätze, 240 Mastplätze und 76 ha Ackerland, für die er 2,0 Arbeitskräfte (AK) benötigt. Bei allen Planungen strebt er nach Insgesamt setzt Frahne heute weniger auf Expansion, als vielmehr auf eine stetige Verbesserung der Produktionskennzahlen. Eine Diesen Gedanken griff auch Werner Hilse, Präsident des Landvolkverbandes Niedersachsen, in seinem Schlusswort auf. Er richtete an die landwirtschaftlichen Unternehmer den Appell, bei aller betrieblichen Entwicklung Der Unternehmertag für Landwirte fand in diesem Jahr bereits zum zwölften Mal statt. Veranstalter waren die Landwirtschaftskammer Niedersachsen, die Arbeitsgemeinschaft der Volksbanken und Raiffeisenbanken Weser-Ems und das Landvolk Niedersachsen.
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