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28.07.2011 RSS Feed

Jeder vierte deutsche Käse kommt aus Niedersachsen

Hannover (ba/vfz/LPD) - - Käse bleibt für Niedersachsens Milchwirtschaft ein Wachstumsmarkt. Wie die Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen (LVN) gegenüber dem Landvolk-Pressedienst mitteilt, haben die niedersächsischen Molkereien die Erzeugung im Jahr 2010 erneut erhöht. Mit 550.000 t Käse setzten sie eine Rekordmarke und weiteten die Produktion gegenüber dem Vorjahr um fast zehn Prozent aus. Damit stammt jeder vierte in Deutschland erzeugte Käse aus dem Milch- oder besser Käseland Niedersachsen. Käse aus Niedersachsen stehen bei deutschen Verbrauchern ebenso hoch im Kurs wie bei Kunden in aller Welt. In Deutschland stieg der Pro-Kopf-Verzehr bei Käse nach noch vorläufigen Schätzungen des Milchindustrieverbandes auf 22,8 kg und hat damit ebenfalls einen neuen Höchststand erreicht. Im Exportmarkt hat sich Käse aus Niedersachsen international einen Namen gemacht. In weit mehr als 50 Nationen ist Käse aus Niedersachsen ein gefragtes Markenprodukt. Die 35 niedersächsischen Molkereien sind über die 12.000 Milcherzeuger fest in der Region verwurzelt, aber weltweit aktiv. Von der gesamten niedersächsischen Milch in Höhe von 5,4 Mio. t im Jahr 2010 lenkten die Molkereien 3,3 Mio. t oder 61 Prozent in die Käsereien. Das Milchgeld der Bauern wird damit rein statistisch betrachtet auch zu zwei Drittel aus diesem Wachstumssegment bezahlt.

Die Milchwirtschaft profitierte im abgelaufenen Jahr insgesamt von der Exportnachfrage, die höhere Milcherzeugung traf damit auf einen aufnahmefähigen Markt. Bundesweit stieg die Milcherzeugung nach den politisch beschlossenen Quotenerhöhungen um 1,6 Prozent auf 29 Mio. t, mit 5,4 Mio. t wird annähernd jedes fünfte Kilogramm Milch in Niedersachsen und Bremen gemolken. Nach einer Reihe wirtschaftlich äußerst unbefriedigender Jahre zahlt sich die Arbeit im Melkstand für die Milchviehhalter wieder etwas besser aus. Im Jahresablauf 2010 zahlten die niedersächsischen Molkereien ihren Lieferanten im Durchschnitt fast exakt 30 Cent je Kilogramm aus, damit haben die Molkereien hierzulande gegenüber süddeutschen Konkurrenten aufgeholt. Aktuell hat das Milchgeld für die Bauern weiter an Boden gut gemacht und lag im Mai bei 34,31 Cent je Kilogramm.


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