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15.01.2012 RSS Feed

Internationale Grüne Woche hebt Regionen hervor

Gruene Woche 2011 Funkturm Berlin Dsc

Hannover (ba/vfz/lpd) - Die Internationale Grüne Woche in Berlin markiert den Beginn des Landwirtschaftsjahres. Eine Neuerung ist die Straße der Bundesländer. Sie tritt an die Stelle der bisherigen Länderhalle Deutschland und ist als Tour durch die Genussregionen des Landes angelegt. In sieben aufeinander folgenden Messehallen können sich die Besucher über die Produktvielfalt der deutschen Bundesländer informieren – und viele Produkte vor Ort probieren. Die Aussteller haben mit dem neuen Konzept die Chance, den regionalen Bezug ihrer Produkte stärker hervorzuheben. Niedersachsen zieht mit 60 Ausstellern in die besucherstarke Halle 20 um und belegt mit 2.200 Quadratmetern unter den Bundesländern die größte Ausstellungsfläche, berichtet der Landvolk-Pressedienst.


Das diesjährige Partnerland Rumänien wird sich mit seinem bislang größten Stand in Halle 10.2 auf über 1.000 Quadratmetern präsentieren. Das Land ist seit 2007 Mitglied der Europäischen Union und hat eine landwirtschaftliche Nutzfläche von 13,8 Mio. ha. Mit einer Gesamtfläche von 23,8 Mio. ha verfügt es über das EU-weit viertgrößte Agrarpotenzial.

Seit 2009 findet im Rahmen der Grünen Woche das Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) statt. Am 19./20. Januar beginnt es mit Fach- und Regionalpodien, am 21. Januar findet das Internationale Agrarministerpodium im ICC Berlin statt, auf dem Ministerinnen und Minister aus Brasilien, China, Mexiko, Neuseeland, Sambia und Deutschland und EU-Agrarkommissar Dacian Cioloş Fragen des Publikums beantworten werden. Am Nachmittag werden Agrarminister aus der ganzen Welt zum Thema Ernährungssicherung durch nachhaltiges Wachstum – landwirtschaftliche Nutzung knapper Ressourcen diskutieren.

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) ist mit einer Sonderschau in Halle 23a vertreten. Unter dem Leitgedanken der gemeinsamen Verantwortung von Verbrauchern und Landwirtschaft für Mensch, Natur und Umwelt sollen Fachinformationen verständlich erklärt werden. Die Besucher erhalten Tipps zum intelligenten Einkauf sowie Aufklärung über die Kennzeichnung von Lebensmitteln. Zudem informiert die Sonderschau, wie Landwirtschaft und Gartenbau dank Züchtung und Züchtungsforschung heute zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen. In der Halle des Ministeriums ist auch die Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen (LVN) dabei und lädt Besucher zu einem Milchtest ein. Unter dem Stichwort Qualitätsmanagement Milch (QM-Milch) wird dokumentiert, wie sich die Qualität der Milch bis zum Futter zurückverfolgen lässt. Zusätzlich bietet die LVN in Halle 20 den Besucher frische Shakes, Milch-Kaffee-Spezialitäten und deftige Käse-Brotspieße und stellt Milch und Milchprodukte als Wellnessproduktefür die Schönheit vor, etwa für gesunde Zähne, geschmeidige Haut und glänzende Haare. Der Norddeutsche Milchtreff am 24. Januar, ein Austausch der gesamten Branche in der Niedersächsischen Landesvertretung, wird ebenfalls von der LVN organisiert.

In der neugestalteten Blumenhalle im Wandel wird ein 91 Meter breites Baugerüst zu einer blühenden und duftenden Blumenwand geschmückt. Die Idee der Baustelle, in die als dekorative Blickfänge nachgebaute Elemente des Berliner Stadtschlosses eingebunden sind, steht für Aufbruch, Wandel und Entwicklung. Ein begehbarer Bauwagen und ein Schuttcontainer werden mit über 7.500 Pflanzen dekoriert, über 30.000 Blumen und Blüten verzieren einen Lkw, Mörtelwannen und Schubkarren. Die Blumen-Schaustelle ist also nicht nur für Blumenfans sehenswert.

In der Tierhalle 25 präsentiert sich eine weitere Messeneuheit: Die Sonderschau Schafe und Ziegen findet zum ersten Mal auf der Grünen Woche statt. Das Schaumelken mit anschließender Käsezubereitung und schließlich der Verköstigung des fertigen Käses soll vor allem jungen und städtischen Besucher die Schaf- und Ziegenwirtschaft veranschaulichen. Auch einige Ziegenzüchter und Schafhalter aus Niedersachsen werden ihre Tiere dem internationalen Publikum vorführen.

Die Internationale Grüne Woche hat ihre Tore vom 20. bis zum 29. Januar geöffnet, der Eintritt beträgt 12 Euro.


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