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15.09.2011 RSS Feed

nformelles Treffen der EU-Agrarminister in Polen

Bundesministerin Aigner: Qualität der europäischen Agrarprodukte im
internationalen Wettbewerb stärker hervorheben

 

Berlin (ba/vfz/min) - Agrarprodukte und Lebensmittel aus der Europäischen Union werden weltweit immer gefragter. Weil die vielfältigen Erzeugnisse aus den EU-Staaten höchste Qualitäts- und Sicherheitsstandards erfüllen, werden sie auch außerhalb der europäischen Grenzen immer stärker nachgefragt. Das belegen auch die deutschen Nahrungsmittel-Exporte in Drittstaaten. Sie lagen im Jahr 2010 mit rund 11,3 Milliarden Euro um 19 Prozent über den Exporten von 2009. Wie insbesondere aufstrebende Volkswirtschaften in Zukunft noch besser erschlossen werden können, haben die europäischen Agrarminister bei ihrem Informellen Treffen vom 12. bis 13. September im polnischen Wroclaw (Breslau) beraten. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner begrüßte die Überlegungen der Europäischen Kommission zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Produkte aus Europa: Die Verbraucher legen weltweit großen Wert auf die Herkunft ihrer Produkte. Um im globalen Wettbewerb bestehen zu können, muss daher die Qualität europäischer Erzeugnisse im Binnenmarkt und auf den Drittlandsmärkten noch stärker hervorgehoben werden. Ich begrüße es, dass die Europäische Kommission diesen Aspekt der Absatzförderung jetzt aufgreift und konkrete Vorschläge macht, wie dieses Ziel erreicht werden kann.

Mit dem Grünbuch zur Absatzförderung hat die Europäische Kommission einen Prozess eingeleitet, um die Grundlinien einer Strategie zur Absatzförderung zu definieren. Ziel ist die Weiterentwicklung der bestehenden Instrumente zur Absatzförderung der Europäischen Union, um auf veränderte Rahmenbedingungen der globalen Märkte zu reagieren und die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Erzeugnisse zu steigern. Dabei geht es beispielsweise um die Unterstützung kleiner- und mittelständischer Unternehmen bei Messeauftritten im Ausland. Die europäische Absatzförderung ist bislang von deutscher Seite kaum genutzt worden, denn die bisherigen  Bestimmungen sind zu starr und zu bürokratisch, um schnell auf veränderte Rahmenbedingungen auf den Märkten reagieren zu können. Ich begrüße es, dass die Europäische Kommission Möglichkeiten zur flexibleren Ausgestaltung der Förderprogramme ins Auge fasst. Dies ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, sagte Aigner.

Die Vorlage konkreter Legislativvorschläge ist für Ende 2012 vorgesehen. Deutschland wird sich in diese Beratungen konstruktiv einbringen, so die Bundesministerin.


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