12.02.2010

Wird Bayern zur Insel der Unglückseligen?

Bonn/München (vfz/pm/VF-Bayern) - Der Bayerische Landtag hat mit Beschluss vom 25. Juni 2003 die Bayerische Staatsregierung aufgefordert, den Freistaat baldmöglichst BHV1-frei zu machen. Die Beschlussfassung des Landtags geschah nach Auskunft von Gerhard Eck, dem früheren Vorsitzenden des Agrarausschusses im Landtag auf Druck der Rinderzuchtverbände, die sich bessere Exportchancen und eine Abwehr von Importen versprach.

Nach Angaben von Gerhard Eck wurde den Agrarausschussmitgliedern damals gesagt, andere Bundesländer würden auch große Anstrengungen unternehmen, Bayern dürfe nicht den Anschluss verlieren. Wie die Erfahrungen der Rinderzuchtverbände in Oberfranken und der Oberpfalz (diese Bezirke sind BHV1-frei und als solche im Sinne von Art. 10 der Richtlinie 64/432/EWG seit Herbst 2007 anerkannt) gezeigt haben, haben sich jedenfalls die Erwartungen hinsichtlich besserer Exportchancen nicht erfüllt.

Im Frühjahr 2010 will das Bay. Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit (Staatsminister Markus Söder) nun einen Antrag auf Anerkennung der Regierungsbezirke Unter- und Mittelfranken gemäß Art. 10 RL 64/432 EWG stellen.

 

vfz-TV fragte den Präsidenten des Deutschen Vieh- und Fleischhandelsbundes e.V. (DVFB), Heinz Osterloh, was ein derartiger Antrag für die bayerische und bundesdeutsche Landwirtschaft und den Viehhandel insgesamt bedeuten würde?



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