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Ileitis: Kaum noch freie BeständeLawsonien als Erreger der Ileitis beim Schwein verursachen in der subklinischen, also unsichtbaren Verlaufsform schlechte Tageszunahmen und eine verschlechterte Futterverwertung. Das führt zum Auseinanderwachsen der Mastpartien mit großen wirtschaftlichen Verlusten. Untersuchungen der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover zeigen, dass heute nahezu jeder Schweinebetrieb Lawsonien aufweist. „Wir haben bei den Sauenbeständen kaum noch einen freien Ileitis-Bestand, und das zieht sich natürlich mit in die Mast hinein. Wir müssen davon ausgehen, dass der Erreger in nahezu jedem Mastschwein steckt“, so Prof. Michael Wendt, Leiter der Klinik für kleine Klauentiere und forensische Medizin und Ambulatorische Klinik. „Doch weil die Erkrankung vielfach unbemerkt verläuft, unterschätzen wir die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der Ileitis leider immer noch deutlich.“ Doch nicht nur die Wissenschaft, sondern auch Rückmeldungen aus der Praxis bestätigen das häufige Vorkommen der Ileitis: Von 100 Mastbetrieben, die im Rahmen eines Gewinnspiels Diagnostikpakete rund um die Darmgesundheit gewannen, fanden sich bei 98 % Lawsonien. Dies war für die Betriebsinhaber teilweise überraschend und erklärte die trotz erheblicher Managementbemühungen nicht zufriedenstellenden Leistungen.
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