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Richtlinie VDI 3894 Blatt 1 (Entwurf): Düsseldorf (ba/vfz/pm) - Dass braune Kühe Kakao liefern, glauben allenfalls Großstadtkinder. Kuh für Kuh - egal ob bunt oder einfarbig - liefern aber auch pro Jahr und Tierplatz ungefähr zwischen 5 und 16 Kilogramm an Ammoniak in die Luft. Auf deutschem Boden leben rund 4 Millionen Milchkühebeziehungsweise 12,9 Millionen Rinder. Hinzu kommen unter anderem etwa 27 Millionen Schweine und 128 Millionen an Geflügel. Diese Zahlen verdeutlichen Handlungsbedarf. Die Experten der Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN haben eine Richtlinie mit dem Ziel erarbeitet, Emissionen aus Tierhaltungsanlagen zu beschreiben und zu reduzieren. Die neue Richtlinie VDI 3894 Blatt 1 beschreibt den Stand der Haltungstechnik und der Maßnahmen zur Emissionsminderung bei der Haltung von Schweinen, Rindern, Geflügel und Pferden. Darüber hinaus enthält die Richtlinie Konventionswerte für die Emissionen von Geruchsstoffen, Ammoniak und Staub aus Tierhaltungsanlagen. Als Emissionsquellen sind berücksichtigt: Ställe, in denen die Tiere untergebracht sind, Nebeneinrichtungen zur Lagerung und Behandlung von Fest- und Flüssigmist sowie Geflügelkot und zur Lagerung beziehungsweise Aufbereitung bestimmter Futtermittel sowie Flächen außerhalb von Ställen, auf denen sich die Tiere bewegen können. Das Werk liefert wesentliche Informationen, die zur immissionsschutzrechtlichen Beurteilung von Tierhaltungsanlagen auf der Grundlage von Abstandsregelungen und Ausbreitungsrechnungen benötigt werden. Die Richtlinie ist die Neufassung der Richtlinien VDI 3471 und VDI 3472. Sie berücksichtigt auch die Richtlinienentwürfe VDI 3473 Blatt 1 und VDI 3474 sowie den "Nationalen Bewertungsrahmen zur Beschreibung des Standes der Technik bei Tierhaltungsverfahren". Aufgrund internationaler Vereinbarungen, wie dem UN/ECE-Protokoll zur Bekämpfung von Versauerung, Eutrophierung und bodennahem Ozon und der Richtlinie über nationale Emissionshöchstgrenzen für bestimmte Luftschadstoffe muss die Tierhaltung einen wesentlichen Beitrag zur Minderung der Ammoniakemissionen leisten, da die Landwirtschaft mit über 90 % daran beteiligt ist. Darüber hinaus ist die Tierhaltung eine Quelle für Partikelemissionen, die auch biologische Komponenten (u. a. Keime und Endotoxine) enthalten und daher als Bioaerosole bezeichnet werden. Außerdem werden aus der Nutztierhaltung Methan und Distickstoffmonoxid als klimawirksame Spurengase emittiert, die ebenfalls minimiert werden sollten. Herausgeber der Richtlinie VDI 3894 Blatt 1 (Entwurf) ist die Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN. Die Richtlinie ist ab Oktober 2009 zum Preis von 81,50 € beim Beuth Verlag in Berlin (Tel. +49 (0)30 / 26 01 - 22 60) erhältlich. Die Einspruchsfrist endet am 31.01.2010.
Informationen und Onlinebestellung unter www.vdi.de/richtlinien ![]() | Suche Abonnenten-LogIn Aktuell: Tiertransporte Alle sagten:
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