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Fragen an Minister Ehlen Die Fragen und Antworten an den scheidenden Niedersächsischen Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen sind der Hompage des Ministers entnommen.Was machen Sie am Feierabend? Wie entspannen Sie sich? Sehr gerne fahre ich mit dem Fahrrad durchs Dorf und durch unsere schöne Landschaft. Irgendwer findet sich immer für einen Schnack und es macht Spaß, übers Jahr die Veränderungen an Grundstücken, Gebäuden oder Gärten zu beobachten. Was halten Sie von dem Vorwurf der Monokultur in Bezug auf Biogasanlagen? Die wird es so nicht geben. Zum Einen wird die bewährte Fruchtfolge eingehalten. Zum Anderen werden Biogasanlagen schon jetzt und in Zukunft noch mehr mit anderen Feldfrüchten gefahren. Getreide, Raps, Erbsen, Sonnenblumen und auch neue Pflanzen wie z. B. Chinaschilf sorgen für eine große Vielfalt. Zudem der meiste Mais heute wie in der Vergangenheit der Viehfütterung dient. Was meinen Sie, warum unsere Bahn (Zeven-Tostedt) nicht gefördert wird? Schulkinder könnten die Bahn nutzen um zum Gymnasium nach Zeven zu kommen und hätten dann nicht mehr diese überfüllten Stehplätze in den Bussen. Pendler könnten damit besser nach HH oder HB kommen. Leider ist der Unterhalt einer Bahn ziemlich teuer, auch verglichen mit Bussen im öffentlichen Nahverkehr. Ein Schnellbus soll die Strecke von Zeven nach Tostedt bedienen, um den Pendlern und Schülern, aber auch unseren Touristen ein attraktives Angebot zu machen. Auf der Strecke von Zeven nach Bremen klappt das gut. Wie sind Sie zur Politik gekommen? Eigentlich war das nicht sehr geplant und so strukturiert wie bei anderen Politikern. Verschiedene Ehrenämter waren der Anfang. Begonnen hat es mit der Landjugend und der Feuerwehr, gefolgt von Gemeinderat, Landvolk und Wasserwirtschaft. Dann bin ich als „Seiteneinsteiger“ in die Kreis- und Landespolitik gekommen. Eigentlich wollte ich immer nur bei solchen Betätigungen etwas für die Leute (und für mich natürlich auch) zum Besseren bringen. Was macht Sie glücklich? Wenn in der Familie, in unserem Betrieb und in der Politik alles rund läuft. Es müssen nicht immer „Highlights“ sein. Glück ist für mich auch schon die Normalität, die Abwesenheit von Pech. Und eine große Portion Speiseeis erfreut mich auch. Was lesen Sie, wenn Sie Zeit dafür haben? Drei Tageszeitungen und mehrere Presseauswertungen lese ich täglich, zum Teil zwangsweise. Betriebs- und landwirtschaftliche Fachliteratur sind auch Pflichtprogramm. Lebenslange Weiterbildung will gelebt sein, nur wer sich informiert, kann auch vernünftig mitreden. Wer ist in der Deutschen Geschichte Ihr Held/Heldin? Konrad Adenauer, der Deutschland nach dem tiefsten Fall in seiner Geschichte wieder in die Gemeinschaft der Nationen zurückgeführt hat. Was hat Ihnen in der Ministerzeit bisher am meisten Freude bereitet? Die Bundesrepublik Deutschland zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2006 in Brüssel vertreten zu dürfen. Was hat Sie am meisten enttäuscht? Als vermeintliche „Tierschützer“ in die Ställe auf dem Betrieb meines Sohnes einbrachen, dort filmten und ein öffentlich-rechtlicher TV Sender diese Bilder dann mit wirklich bösen Szenen aus anderen Ställen zusammen geschnitten hat, um mich zu diffamieren. Hier ging es um Spendengelder und um politisches Kalkül. Die wirklich geschundenen Tiere aus den anderen Ställen waren den „Tierschützern“ und ihren Kumpanen völlig egal. Was bewundern Sie an anderen Menschen? Völlig abschalten zu können, dass ist schon eine beneidenswerte Gabe. Menschen, die unter Zurückstellung der eigenen Belange anderen Menschen helfen, sie pflegen oder betreuen, finde ich bewundernswert. Zum Beispiel Mütter und Väter mit behinderten Kindern, oder Kinder, die für ihre alten Eltern Verantwortung übernehmen. Das sind wahre Vorbilder. Was mögen Sie bei sich selbst gar nicht? Wenn Debatten oder Argumentationen offenkundig unlogisch sind (oder werden). Dann rege ich mich leider zu schnell auf. Welches Thema würden Sie bei der nächsten Wahlperiode gerne anpacken? Ich möchte gerne weiter daran arbeiten, dem ländlichen Raum eine annähernd gleichwertige Entwicklung zu ermöglichen wie den Ballungszentren. Hier müssen wir in starker Konkurrenz mit „den Städtern“ um Anerkennung und finanzielle Mittel ringen. Die Rahmenbedingungen in der Landwirtschaft und bei den damit verbundenen Gewerken müssen weiter verbessert und auf der europäischen Ebene vor allem angeglichen werden. Unsere Ernährungswirtschaft muss weiter gestärkt werden. Auch hier müssen wir politisch weiter daran arbeiten, das wir nicht für unsere hohen Standards bestraft werden. Wir haben im Sinne des Verbraucherschutzes schon einiges erreicht. Bei uns werden Lebensmittel transparent und sicher erzeugt, unter Berücksichtigung von Tierschutz, Seuchenschutz und Nachhaltigkeit. Das muss auch für die Mitbewerber außerhalb Niedersachsens gelten. Was für Hobbys haben Sie? Ich fahre für mein Leben gerne Fahrrad, auch größere Touren. Man bekommt was von der Landschaft mit und mit vielen Personen ins Gespräch. Plattdeutsch spreche ich mit großer Freude. Ich versuche dabei mitzuhelfen, diese Sprache am Leben zu halten, indem ich plattdeutsche Aktionen unterstütze und auch schon mal auf Platt in der Kirche laienpredige. Berufsbedingt bin ich zudem sehr neugierig, was neue oder besondere Bewirtschaftungsformen in der Landwirtschaft angeht. Interessieren Sie sich für Sport? Ja, sehr. Ich bin, genau in der Mitte zwischen Hamburg und Bremen wohnend, früh HSV-Fan geworden. Dazu bin ich in Hannover Mitglied im Fanclub der Abgeordneten „Landtagsraute“. Bis zu meinem 20. Lebensjahr war ich selber auch im Verein aktiver Fußballer. Mischt ihre Familie auch in der Politik mit? Eigentlich eher im Ehrenamt. Meine Frau ist in der Vorstandsarbeit bei den Landfrauen aktiv. Besonders freue ich mich über das Engagement meiner Kinder. Sie tragen oder trugen Verantwortung bei der Dorfjugend, Landjugend, Feuerwehr, im Gemeinderat und in der Landberatung. Da darf man sich als stolzer Vater schon mal an die eigene Nase fassen und feststellen, dass man(n) in der Erziehung seiner Kinder doch nicht alles falsch gemacht hat. Sie nennen sich ja oft scherzhaft „Minister für Essen und Trinken“. Was denn am liebsten? Fast schon zu viel. Ich teile ja mit vielen Politikern das Schicksal eines zu großen Body-Mass-Index (BMI: eine Maßzahl, die das Gewicht eines Menschen im Verhältnis zu seiner Größe ausdrückt und somit ungefähr angibt, ob jemand übergewichtig ist). Dabei mag ich bodenständige, niedersächsische Gerichte, zudem, wenn sie meine Frau zubereitet. Aber auch internationale Gerichte finde ich spannend. Bei Reisen ins Ausland bestelle ich immer die unbekannten Sachen. Letztes Jahr bei einem Besuch unserer chinesischen Partnerprovinz Anhui war das allerdings schon etwas grenzwertig… | Suche Abonnenten-LogIn Aktuell: Tiertransporte Alle sagten:
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