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FB Veterinärmedizin | Klinik für Klauentiere und Institut für Fleischhygiene und -technologieJährlich werden in Deutschland ca. 25 Millionen männliche Ferkel geboren. Um eine Geruchs- und Geschmacksbeeinträchtigung des Schweinefleisches durch männliche Geschlechtshormone sicher zu verhindern, stellt die Kastration von Saugferkeln eine traditionelle Methode dar. Da der Landwirt selbst diesen schmerzhaften Eingriff ohne Narkose durchführen darf, fordert der Tierschutz seit Langem eine Betäubungspflicht oder ein generelles Verbot der Kastration. Als Alternative bietet sich eine wissenschaftlich geprüfte, praxistaugliche Injektionsnarkose an, die aber nur der Tierarzt durchführen darf und daher aus Kostengründen von der Landwirtschaft abgelehnt wird. Sie ist jedoch zurzeit die einzige Methode, die Tierschutzinteressen und Verbrauchererwartungen in Einklang bringt. Alternativen ohne chirurgische Kastration wie die Impfung gegen Ebergeruch, die Zucht auf Geruchsfreiheit oder Fütterungsmaßnahmen zur Senkung der Geruchs- und Geschmacksbeeinträchtigung sind auf lange Sicht noch nicht praxisreif und beinhalten selbst dann ein Restrisiko. Gelangt Eberfleisch dennoch unerkannt auf den Teller des Verbrauchers, so kann nicht jeder die Geruchs- und Geschmacksbeeinträchtigung wahrnehmen. Testen Sie bei uns Ihre Nase, informieren Sie sich mit Videos zur Ferkelkastration und diskutieren Sie mit uns über die Problematik! PROGRAMM (durchgehend, vor Neubau des Instituts für Tierernährung)17.00–1.00 Uhr Videos
Ort: Zeit: 17.00–1.00 Uhr
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