 | Berlin (ba/vfz/fr/ro) - Das Thema "Ferkelkastration" bindet immer mehr Fachleute in Arbeitskreisen und in den verschiedensten Gremien. Die Politik hält sich hier derzeit noch mehr oder weniger diskret zurück - aus dem Bundesministerium, wie auch aus Teilen der Bundestagsfraktionen, ist zu vernehmen, das man erst noch weiter forschen wolle, bevor man sich mit Äußerungen und Erklärungen an die Öffentlichkeit wende. Für den kommenden Herbst wurden jedoch bereits "ministerielle" Aktivitäten angekündigt. Von erneuten "Runden Tischen" und ähnlichem ist die Rede. Aus Kreisen der Schlachtwirtschaft ist ferner zu hören, dass man einen Konsens innerhalb der betroffenen Wirtschaft erzielen wolle, ohne den Staat und die Bürokratie dabei überproportional mit einzubeziehen. Strenge gesetzliche Regelungen werden abgelehnt. Dies hätte man allerdings von Seiten der Schlachtwirtschaft schon längst haben können. Vielmehr besteht jetzt schon die Gefahr, dass die "Ferkelkastration" wirtschaftsintern, zumindest so, wie von einigen Schlachthofbossen angedacht, schon nicht mehr geregelt werden kann. Inzwischen diskutiert man nicht mehr über die "Ferkelkastration", die schon jetzt so gut wie "out" ist, sondern über Verfahren und Möglichkeiten, Schweinefleisch von männlichen Tieren zu produzieren, ohne das diese einen geschlechtsspezifischen Geruch aufweisen, obwohl sie nicht per Messer kastriert wurden. Wahrscheinlich läuft es auf ein "Machtwort", oder eine gesetzliche Regelung, von Seiten der Politik heraus. welches von Tierschutzorganisationen mitgetragen werden muss, was nun demnächst endgültig gilt und was eben nicht. Das Wort "Kastration" dürfte dann keinerlei Rolle mehr spielen. Die vfz-Redaktion befragte in Berlin die Agrarpolitischen Sprecher der im Bundestag vertretenen Parteien, wie es weitergehen soll, auf was man sich einstellen muss? |