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Exportklima in der Ernährungsindustrie eingetrübt – aktuelle Exportlage gut, gemischte Erwartungen![]() Berlin (ba/vfz/bve) - Das Export-Klima in der Ernährungsindustrie hat sich im Dezember 2011 leicht eingetrübt und lag mit +39 Punkten um 13% unter dem Wert vom Mai 2011. Dabei wird das Export-Klima nach wie vor mehrheitlich positiv beurteilt. Die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage der Unternehmen auf den Auslandsmärkten fällt derzeit unverändert positiv aus und hat sich sogar um 6% verbessert. Insbesondere die Exporte in die EU-Länder haben sich positiv entwickelt, etwas verhaltener zeigt sich hingegen die Lage im Exportgeschäft außerhalb der EU. Deutlich gedämpfter fallen die Erwartungen für das Exportgeschäft in den kommenden sechs Monaten aus – der Index der Geschäftserwartungen sank um 35%. Die Exportleiter der Ernährungsindustrie gehen davon aus, dass sich das Auslandsgeschäft zwar weiter positiv, aber deutlich weniger dynamisch entwickeln wird. In den einzelnen Branchen zeigt sich ein sehr gemischtes Bild für die Exporterwartungen. Auswirkungen der Euro-StaatsschuldenkriseDas Exportgeschäft treibt das Wachstum in der Ernährungsindustrie maßgeblich an. Allein in den ersten drei Quartalen 2011 wurden in der Ernährungsindustrie nach BVE-Angaben Waren im Wert von 34,5 Mrd. Euro exportiert, das entspricht einem Gesamtumsatzanteil von 28,4%. Die aktuelle Euro-Staatsschuldenkrise beeinflusst auch die Exporte der der deutschen Ernährungsindustrie. Die sinkenden Erwartungen an die konjunkturelle Entwicklung in den hoch verschuldeten Zielländern dämpfen die Wachstumsdynamik im Exportgeschäft deutlich. Bereits 27% der befragten Unternehmen geben an, dass die Euro-Staatsschuldenkrise die Exporte in die Eurozone-Länder erschwert habe. Sogar 42% der Unternehmen erwarten in den kommenden sechs Monaten eine deutliche Beeinträchtigung ihres Exportgeschäfts in der Eurozone durch die Schuldenkrise. Weitaus weniger stark beeinflusst werden die Exporte in die Länder außerhalb der Eurozone. Hier erwarten lediglich 18% der befragten Unternehmen in den kommenden sechs Monaten eine Belastung durch die Euro-Staatsschuldenkrise. Entwicklung nach AbsatzmärktenRund 80% der deutschen Lebensmittelexporte werden innerhalb der Europäischen Union abgesetzt, ein Exportanteil auf hohem Niveau der stabil bleibt. Zu den wichtigsten Absatzmärkten zählen die Niederlande, Frankreich, Österreich und Italien. Deutlich verbessert haben sich die Exporterwartungen für Belgien: mehr als die Hälfte (56%) der befragten Unternehmen rechnen hier mit steigenden Absätzen. Ebenfalls nahmen die steigenden Exporterwartungen für Frankreich und die Niederlande nochmals um 12,1% bzw. 28,6% zu. Dagegen haben sich die Exporterwartungen für Italien, Spanien und Großbritannien aufgrund der generell schlechten konjunkturellen Erwartungen deutlich eingetrübt: der Anteil der befragten Unternehmen, die von sinkenden Exporten in diese Länder ausgehen, hat sich mehr als verdoppelt, im Fall von Großbritannien sogar verzehnfacht. BranchenergebnisseZu den Hauptexportgütern der Ernährungsindustrie zählen neben Fleisch- und Milchprodukten Süßwaren und Getränke. Bezüglich der aktuellen Lage im Exportgeschäft sind die Einschätzungen branchenübergreifend optimistisch, besonders positiv fallen im Dezember 2011 die Einschätzungen der Fleisch- und Fleischwarenbranche im Vergleich zum Mai 2011 aus. | Suche Abonnenten-LogIn Aktuell: Tiertransporte Alle sagten:
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