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11.09.2011 RSS Feed

 

Ernte 2011: Gerade noch einmal gut gegangen

Puttrich stellt Ergebnisse der diesjährigen Getreideernte vor


Wiesbaden (ba/vfz/min) - Trotz der widrigen Witterungsbedingungen und der eher pessimistischen Prognosen bringt die Ernte 2011 für die hessischen Betriebe doch noch einigermaßen zufriedenstellende Erträge und Qualitäten, stellte heute die hessische Landwirtschaftsministerin Lucia Puttrich bei der Mitteilung des vorläufigen Ergebnisses der diesjährigen Getreideernte fest. Mit einer Gesamtmenge von 1,99 Mio. Tonnen bei einem Durchschnittsertrag von 66,6 Dezitonnen (dt = 100 kg) je Hektar (ha = 10.000 m2) handelt es sich um eine von der Menge und Qualität her noch gute Ernte, die in der Gesamtmenge nur um knapp 5 % unter dem Vorjahresergebnis liegt und das Bundesergebnis um knapp 3 dt je ha übertrifft. Damit sehe es in Hessen nicht so schlimm aus wie in anderen deutschen Regionen, etwa im Norden. Allerdings wurden auch hier starke Schwankungen der Erntemengen, selbst innerhalb einer Region, festgestellt.

 

 

In der Aufwuchsphase zu trocken, in der Erntephase zu nass und am Schluss noch Starkniederschläge und teilweise Hagel - das waren Bedingungen, unter denen natürlich keine Spitzenernte zu erwarten war, erläuterte die Ministerin. Dennoch können die vom Markt geforderten Qualitäten weitestgehend eingehalten werden.

 

 

Die Einnahmesituation in der Landwirtschaft gestaltet sich indes in diesem Jahr deutlich besser als in den Vorjahren. Die Preise für Getreide lägen derzeit zwischen 10 und 33 % und für Raps 23 % über denen des Vorjahres. Da die weitere Preisentwicklung jedoch unsicher ist, sind Einlagerungen genau abzuwägen, empfahl Landwirtschaftsministerin Puttrich. Tendenziell kann mit steigenden Preisen gerechnet werden, da die unbefriedigende Erntesituation in verschiedenen Anbauregionen der Welt auf eine größere Nachfrage hindeuten.

 

 

Beim Winterraps ist der Ertrag mit 32 dt je ha um knapp 20 % niedriger als im letzten Jahr und um gut 17 % geringer als im Durchschnitt der letzten Jahre ausgefallen. Hier wirken sich die schlechten Aussaatbedingungen im Herbst 2010 und die Trockenheit im Frühjahr/Frühsommer dieses Jahres besonders aus, was im gesamten Bundesgebiet zu geringeren Rapserträgen führte.

 

 

Die Futterversorgung der hessischen Tierhaltungsbetriebe ist weitestgehend gesichert, auch wenn es hier auf Grund der zunächst fehlenden und dann dauerhaft einsetzenden Niederschläge zu Problemen und deutlichen Mindererträgen kam. Daher fallen die Preise für Heu teilweise um bis zu 50 % höher aus als im Jahr 2010.

 

 

Insgesamt aber sind die hessischen Betriebe wohl noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen, stellte die Ministerin abschließend fest.


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