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11.10.2011 RSS Feed

EpiFlu™: Qualitätsgesicherte Grippeviren-Daten für weltweite Forschung

Bonn (ba/vfz/ble) - Influenza, Vogel- oder Schweinegrippe: Je eher Forschung mit
Grippeerregern möglich ist, desto schneller können Impfstoffe und
Sicherheitsmaßnahmen entwickelt werden. In der von der BLE betreuten
Datenbank EpiFlu™ stellen Wissenschaftler aus der ganzen Welt
Informationen zu bekannten und neuen Erregern zur Verfügung.

Unter dem Eindruck der Vogelgrippe-Epidemie schlossen sich im Jahr 2006
Influenza-Forscher zur GISAID-Initiative (Global Initiative of Sharing
All Influenza Data) zusammen, um in enger Kooperation Daten über
Grippeerreger zu analysieren. Es entstand die Datenbank EpiFlu™, die
seit 2011 bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
betrieben wird. Die Kosten hierfür trägt in den Jahren 2011 und 2012 das
Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
(BMELV). Die Datenbank arbeitet heute mit einer Software, die vom
Max-Planck-Institut für Informatik entwickelt worden ist. Für die
Qualitätskontrolle ist das Friedrich-Löffler-Institut für
Tiergesundheit verantwortlich.

Gewappnet gegen unbekannte Erreger
Wissenschaftler aus mehr als 180 Ländern stellen in die frei
zugängliche und unentgeltliche Datenbank genetische und
epidemiologische Informationen zu Grippeviren, insbesondere wenig
erforschten und neuen Erregern, ein. Die Datenbank liefert immer neue
Auswertungsmöglichkeiten und vernetzt sich dazu auch mit anderen Partner
weltweit, um zielgenaue Antworten auf immer neue Fragestellungen zu
geben. Damit soll es möglich werden, Forschung immer wirkungsvoller zu
betreiben und Sicherheitsmaßnahmen zu entwickeln, bevor sich ein Erreger
weltweit ausbreitet.

Weltweit Synergien nutzen
Die Erfolgsbasis für EpiFlu™ liegt in der weltweiten Vernetzung. So
dient das von der BLE organisierte Symposium in Bonn neben dem
Informationsaustausch auch dazu, weitere Partner für eine Mitwirkung zu
gewinnen.

Effizientes Wissensmanagement
Informationen verfügbar und transparent zu machen, ist das Wichtigste,
wenn es darum geht, Gefahren aus einer möglichen Übertragung eines
Grippevirus vom Tier auf den Menschen zu bekämpfen
, sagte Dr.
Hanns-Christoph Eiden, Präsident der BLE, in seiner Begrüßung. Das Ziel
der GISAID-Initiative war und ist es, bei der Verfügbarkeit der Daten
stets die Belange der Wissenschaftler und Geberländer zu
berücksichtigen.
Ein effizientes Wissensmanagement innerhalb der
vernetzten Wissenschaft könne den Forschungsfortschritt beschleunigen
und die Wirksamkeit der Bekämpfung erhöhen.

Wir sehen unsere Aufgabe darin, einen reibungslosen technischen
Betrieb der Datenbank sicher zu stellen und dafür zu sorgen, dass die
Qualität der Daten gesichert und die eingestellten Daten auch
tatsächlich aktuell sind
, versprach Eiden abschließend.

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