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Niedersachsen als Veredlungsland besonders betroffenHannover (ba/vfz/pm) - Die Dioxin-Diskussion hat deutliche Auswirkungen auf die Agrarmärkte. Nach Angaben des Bundesverbandes der Ernährungsindustrie (BVE) ist der Absatz bei Eiern bis zum 13. Januar bundesweit um 20 Prozent zurückgegangen, bei Geflügel- und Schweinefleisch um 10 Prozent. Besonders betroffen davon sind die Landwirte in Niedersachsen, die etwa ein Drittel der deutschen Eier produzieren sowie über die Hälfte des deutschen Mastgeflügels (Hähnchen und Puten) und knapp ein Drittel der deutschen Schweine halten. Als Folge dieser Entwicklung gaben die Erzeugerpreise deutlich nach. Nach Informationen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen fiel der Eierpreis je nach Gewicht und Farbe gegenüber der Vorwoche um 1 bis 1,7 Cent auf jetzt 4 bis 5 Cent. Damit werden die Produktionskosten bei Weitem nicht gedeckt. Die Notierung für Schweinefleisch gab - ausgehend von einem sehr niedrigen, nicht Kosten deckenden Niveau - nochmals um 17 Prozent nach. Landwirte erhalten jetzt 1,12 Euro pro Kilogramm Schlachtgewicht. Das ist ein Minus von etwa 15 bis 20 Euro pro Schwein. Da viele Mäster nur langsam ihre Ställe wieder füllen, geraten auch die Preise für Ferkel unter Druck. Die Erzeugerpreise für Geflügelfleisch notieren zurzeit unverändert. Die weitere Markt- und Preisentwicklung hängt aus Sicht der Landwirtschaftskammer unter anderem davon ab, wie lange und in welcher Form die Dioxin-Diskussion weitergeführt wird. Positive Signale sendet der Weltmarkt, auf dem die Nachfrage nach Fleisch steigt. In der Branche macht man sich derweil Gedanken darüber, die Schlachtgewichte für Schweine von 98 auf 95 Kilogramm zu reduzieren, also die Schweine früher zu schlachten. So würde der Markt von der Angebotsseite entlastet.
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