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08.08.2011 RSS Feed

Die EU bleibt der weltweit größte Milcherzeuger

Hannover (ba/vfz/lpd) - In der Milchproduktion macht den europäischen Bauern so leicht niemand etwas vor: Auch 2011 werden die Landwirte in der EU-27 die größten Milcherzeuger auf der Welt bleiben. Der Landvolk-Pressedienst zitiert einen aktuellen Bericht des US-Landwirtschaftsministeriums, wonach die europäische Milchproduktion im laufenden Jahr auf 136,30 Mio. Tonnen (t) beziffert wird. Das wären 1,4 Prozent mehr als im vergangenen Jahr mit 135,35 Mio. t. Auf Platz zwei der internationalen Rangliste folgen nach wie vor die USA, deren Milcherzeugung in diesem Jahr um 1,5 Prozent auf 88,77 Mio. t steigen soll. Die indische Produktion soll sogar um 4,4 Prozent auf 52,50 Mio. t zulegen, während für Russland mit einer Produktionseinschränkung um 2,2 Prozent auf 31,20 Mio. t gerechnet wird. Zunehmen sollen dagegen auch die Produktionsmengen in Brasilien und China. Sie können sich mit einer Erzeugung von 30,85 Mio. t (plus 3,0 Prozent) beziehungsweise 30,50 Mio. t (plus 4,8 Prozent) ebenfalls zu den weltweit größten Milchproduzenten zählen. Erst mit großem Abstand folgt Neuseeland, das ansonsten gern mit dem Image eines großen Milcherzeugers in Verbindung gebracht wird, mit einer Produktion von knapp 18,05 (plus 5,1 Prozent). Die amerikanischen Marktexperten bewerten die Entwicklung der europäischen Milcherzeugung positiver als vor der Jahreswende. So seien zwar die Produktionskosten in der EU insbesondere für Futtermittel noch einmal deutlich gestiegen. Gleichzeitig setzen jedoch die Landwirte auf immer effizientere Produktionsmethoden. Zusätzlich wird die Milchproduktion durch gestiegene Erzeugerpreise stimuliert. Mit 23,65 Mio. Kühen registrierten die Statistiker im vergangenen Jahr allerdings rund 540.000 weniger Kühe in der EU als in 2009. Für 2011 wird mit einem weiteren leichten Rückgang um 50.000 Tiere oder 0,2 Prozent gerechnet. Auch in den USA bremsen die Preise für Futtermittel, vor allem die Maispreise, die Produktionsausweitung. Die Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Futterkosten lässt Milcherzeuger bei der Umsetzung ihrer Expansionspläne zunächst zögern, obwohl die Milchpreise derzeit als attraktiv gelten. Dagegen gewinnt die Milcherzeugung in Neuseeland nach der Trockenheit in 2010 wieder an Schwung.


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