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Den Flächenverbrauch endlich stoppenPeer Steinbrück (SPD) informiert sich über Sorgen der LandwirtschaftLangenfeld (ba7vfz/RLV) - Die Energiewende, die der Bundestag auf den Weg gebracht hat, macht es noch dringender, dass endlich etwas gegen den Flächenverbrauch in Deutschland getan werden muss. Darauf haben der Präsident des Rheinischen Landwirtschaft-Verbandes (RLV), Friedhelm Decker und Vertreter der Kreisbauernschaft Mettmann den Bundestagsabgeordneten Peer Steinbrück (SPD) am Montag (12. September) auf dem Hof von Josef Aschenbroich in Langenfeld hingewiesen. Schon jetzt gingen tagtäglich durch Bebauung, Straßenbau und sonstige Vorhaben in Nordrhein-Westfalen rund 11 ha verloren, sagte der Vorsitzende der Kreisbauernschaft, Martin Dahlmann. Seit Jahren mache der landwirtschaftliche Berufsstand darauf aufmerksam, dass der Verbrauch von landwirtschaftlicher Nutzfläche endlich gestoppt werden müsse, erklärte Dahlmann. Wenn etwas in Zeiten knapper Ressourcen, bedrohten Klimas und hungernder Menschen auf den Prüfstand gehöre, dann sei dies die Werteskala im Umgang mit dem Boden. Auch der geplante beschleunigte Ausbau der Elektrizitätsnetze werde Fläche in Anspruch nehmen, warnten die Landwirte. Die Land- und Forstwirtschaft werde neben dem Flächenentzug für den Leitungsbau auch noch zusätzlich den Naturschutzausgleich zu tragen haben, so die Befürchtung. Diese zweifache Inanspruchnahme von Flächen sei nicht akzeptabel angesichts der unveränderten Herausforderungen für den Berufsstand, hochqualitative Lebensmittel zu günstigen Preisen in ausreichender Menge zu produzieren und gleichzeitig im Bereich der Erzeugung erneuerbarer Energien schwerwiegende Belastungen zu übernehmen. Da Letzteres gerade auch dem Umweltschutz diene, sollten neue und stärker ausgebaute Elektrizitätsnetze von flächenhaften Ausgleich- und Ersatzmaßnahmen verschont bleiben, so die Landwirte. Darüber hinaus sei es an der Zeit, die Rahmenbedingungen für einen modernen Interessenausgleich zwischen Energiewirtschaft und Landnutzern zu schaffen, erklärten die Landwirte ihrem Bundestagsabgeordneten. Die Landwirte erwarteten eine bessere Beachtung ihrer Eigentumsrechte. Große Sorgen bereite den Bauern auch die Diskussion über die Fortentwicklung der Europäischen Agrarpolitik. Viele Bauern fragten sich, was am Ende dabei herauskommt und was das Ergebnis für die Weiterentwicklung ihres Betriebes bedeute. Die Gemeinsame Agrarpolitik sei der einzige voll vergemeinschaftete Bereich, betonten die Landwirte. Der EU-Agrarhaushalt mache nur ein 1 % der öffentlichen Ausgaben aus – die Agrarpolitik koste jeden europäischen Bürger nicht mehr als 29 Cent am Tag. Die Direktzahlungen in Form von Betriebsprämien seien schon aufgrund offener Grenzen und der hohen europäischen Standards voll berechtigt und für alle Betriebe existenziell notwendig. | Suche Abonnenten-LogIn Aktuell: Tiertransporte Alle sagten:
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