|
DBV-Präsident Sonnleitner; „Preismanipulationen durch Spekulationen unterbinden"Berlin (ba/vfz/pm) - Die EU-Agrarpolitik stehe für eine soziale Marktwirtschaft in der Landwirtschaft. Dabei müssten sich auch die Verbraucher auf die Volatilität der Agrarmärkte einstellen. "Preismanipulationen durch Spekulationen müssen aber unterbunden werden". Diese Auffassung vertrat der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, bei der Fragestunde des Verbandes Deutscher Agrarjournalisten (VDAJ) im Rahmen der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Die derzeit diskutierten Vorschläge zu den künftigen Finanzmarktregeln würden in die richtige Richtung gehen. "Wir brauchen als Bauern zur Risikoabsicherung aber auch starke und funktionsfähige Finanzmarktinstrumente wie unsere Warenterminbörsen". Sonnleitner machte deutlich, dass der Bauernverband "mit Ciolos’ Vorschlägen einig ist, wenn es um die Erhaltung der starken EU-Agrarpolitik geht". Die Frage sei nur, ob sein Vorschlag für eine geänderte Architektur der Förderung ausreichend durchdacht sei. Das betreffe vor allem die Agrarumweltmaßnahmen und die Förderung für Berggebiete und benachteiligte Gebiete über die 1. Säule der EU-Agrarpolitik. Denn die EU würde ausgerechnet diejenigen Mitgliedstaaten und Landwirte zurückwerfen, die heute schon viel „Greening“ durch eine Flächenprämie leisten. Stattdessen schlug Sonnleitner vor, beispielsweise den EU-Kofinanzierungsanteil anzuheben, um die Agrarumweltmaßnahmen und die Ausgleichszulage in der 2. Säule attraktiver zu machen. Darüber hinaus sprach sich der Bauernpräsident für die Wiedereinführung der Anreizkomponente aus.
| Suche Abonnenten-LogIn Aktuell: Tiertransporte Alle sagten:
Das geht nicht!
Dann kam jemand, der wusste das nicht und hat es gemacht.
>>>
Tiertransportkontrollen Sie wurden kontrolliert?
Hier können Sie den Fragebogen der vfz – Handelszeitung herunterladen.
Den Bogen ausfüllen und sofort an die vfz - Redaktion faxen.
>>>
|