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27.05.2010 RSS Feed

DBV fordert von Eisherstellern Klarheit und Wahrheit
Bauernverband mahnt zu mehr Qualitätsbewusstsein bei Verarbeitern an 
   


Berlin (ba/vfz/DBV) Mit den Sonnentagen steigt wieder der Konsum an erfrischendem Speiseeis. Innovativ neue Eis- und Geschmacksorten wurden für die Saison entwickelt. Doch nicht immer ist der Eistraum aus den Bestandteilen, die dem Verbraucher durch Werbung oder Verpackung versprochen werden. Der Deutsche Bauernverband (DBV) ruft deshalb zu Beginn der Sommermonate die Eishersteller dazu auf, sich wieder mehr zum Original zu bekennen. „Wer von der traditionellen Herstellungspraxis und den Rezepturen beim Speiseeis abweicht, sollte dies den Verbrauchern klar und unmissverständlich kenntlich machen“, forderte DBV-Generalsekretär Dr. Helmut Born.

Zunehmend gehen selbst renommierte Hersteller von Markeneis dazu über, den leckeren Sahne- oder Buttergeschmack von Eis in ihrer Werbung und Verpackung auszuloben, obwohl sie diese Bestandteile aus ihren Rezepturen gestrichen und durch ernährungsphysiologisch weniger wertvolles Palmöl ersetzt hätten. Dies geschähe vor allem, um Kosten bei der Herstellung zu sparen. Verbraucher würden verschaukelt und Milchbauern geschädigt. Verbrauchertäuschend sei, dass nicht mit Pflanzenfett auf der Verpackung geworben werde, sondern mit Werbeaussagen über Sahne, Sauerrahm oder Butter. „Zunehmende Wortspielereien oder Bilder, die den Verbrauchern eine nicht vorhandene Qualität vorgaukeln, schädigen letztendlich das Image des Produktes und Herstellers, bringen die in harter Arbeit hergestellten, qualitativ hochwertigen Grundnahrungsmittel in Verruf und sind verkaufsschädigend“, erklärte Born. Der DBV fordert die Lebensmittelverarbeiter aber auch die Gastronomie zur Umkehr nach Wahrheit und Klarheit bei der Kennzeichnung der Nahrungsmittel auf.

Seit dem vergangen Jahr setzt sich der DBV in einer Allianz mit den Verbraucherverbänden auch bei Käse und Schinken gegen Etikettenschwindel ein. Zahlreiche Käseverarbeiter haben seither wieder auf Originalrezepturen umgestellt oder ihre Werbe- und Verpackungsaussagen korrigiert. Mit einer Unterschriftenaktion hat der DBV sich auch an Bundesministerin Ilse Aigner gewandt und die Forderung besorgter Verbraucherinnen und Verbraucher übermittelt, die sich für das Original und gegen Täuschungen bei Lebensmitteln aussprechen.


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