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06.11.2009 RSS Feed

Ebermast Schweine Und Ferkel Dsc

China ist bei der Schweineproduktion Weltmeister

Bonn (ba/vfz/lid) – Mit einer Produktionsmenge von 48,5 Millionen Tonnen ist China der weltweit grösste Produzent von Schweinefleisch.

Das berichtet der Landvolk-Pressedienst aufgrund von Berechnungen des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums USDA. Damit wird in China rechnerisch fast jedes zweite Schwein weltweit gemästet. Die Produktion hat gegenüber dem Vorjahr um knapp fünf Prozent zugelegt. Den zweiten Platz belegt mit rund 22 Mio. Tonnen die EU-27, auch wenn die Produktion bis zum Jahresende das Vorjahresniveau um 2,65 Prozent verfehlen dürfte. Die USA folgen erst mit grossem Abstand und einer Schweinfleischproduktion von 10,45 Mio. Tonnen auf Platz drei. Brasilien legt um 3,3 Prozent auf 3,12 Mio. Tonnen Schweinefleisch zu. Die grösste Produktionssteigerung zeichnet sich jedoch für Russland ab, und zwar um rund 6,8 Prozent auf 2,2 Mio. Tonnen Schweinefleisch.

Der weltweite Verbrauch von Schweinefleisch dürfte um 1,7 Prozent steigen und soll zum Jahresende insgesamt gut 100,02 Mio. Tonnen erreichen. Am deutlichsten nimmt der Schweinefleischverbrauch in China und in Brasilien zu. So wird für China mit einer Nachfragesteigerung um rund vier Prozent auf 48,3 Mio. Tonnen gerechnet, während der Verbrauch in Brasilien um 3,68 Prozent auf 2,48 Mio. Tonnen zunehmen soll. Auch die US-Bürger sollen mit knapp 8,93 Mio. Tonnen rund 1,35 Prozent mehr Schweinefleisch konsumieren als im vergangenen Jahr. Dagegen dürfte die Nachfrage in der EU bis zum Jahresende um rund ein Prozent auf 20,8 Mio. Tonnen gesunken sein.

Trotz der weltweit gestiegenen Nachfrage ist der internationale Handel mit Schweinefleisch gegenüber 2008 eingebrochen. So schätzt das amerikanische Landwirtschaftsministerium den weltweiten Importbedarf für dieses Jahr auf 5,32 Mio. Tonnen. Damit würde das Vorjahresergebnis um rund zehn Prozent verfehlt. Allein die Einfuhren Chinas sollen um knapp zwei Drittel gesunken sein, seitdem das Land die Veredlungsindustrie ausbaut und die Seuchenprophylaxe immer besser wird. Russland ist ein wichtiger Absatzmarkt für europäisches Schweinefleisch, ist aber durch die Finanzkrise stark getroffen worden, sodass die Importe um 28 Prozent auf 750'000 Tonnen sinken sollen. Zusätzlich macht den europäischen Exporteuren der schwache US-Dollar zu schaffen, der die Wettbewerbsfähigkeit der Euro-Länder schwächt. Profitieren können neben den Amerikanern vor allem die Brasilianer, die ihr Schweinefleisch konkurrenzlos günstig am Weltmarkt anbieten können.



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