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05.02.2010 RSS Feed

Podiumsdiskussion zur Tierseuchenbekämpfung in Deutschland


BERLIN, 21.01.2010: „Die Entscheidung des Bundesrates, die seit 2008 bestehende Pflichtimpfung gegen die Blauzungenkrankheit ab 2010 aufzuheben, ist in meinen Augen nicht nachzuvollziehen. Eine konsequente Bekämpfung der Tierseuche ist sehr wichtig“, erklärte Dr. Wilhelm Priesmeier im Rahmen einer Podiumsdiskussion auf der Grünen Woche. Unter den Zuschauern waren zahlreiche Tierärzte vertreten.  In den Augen des Agrarpolitikers, der selbst Tierarzt ist, muss die Politik bei diesem Thema standhaft bleiben. Er begrüßte, dass einzelne Bundesländer wie Rheinland-Pfalz den Bauern, die ihre Tiere weiterhin freiwillig impfen wollen, finanzielle Unterstützung bieten würden. Nach der Vorstellung des SPD-Abgeordneten sollten sich auch andere Länder zu ähnlichen Maßnahmen entschließen. Unterstützt wurde Dr. Priesmeier von seinem Ausschusskollegen Friedrich Ostendorff (Grüne), der unterstrich, dass man sich im Bundestag stark für die Impfung eingesetzt und deren Folgen genau beobachtet habe. Auch Prof. Dr. Mettenleiter, Präsident des Bundesforschungsinstitutes für Tiergesundheit, sprach sich auf Basis wissenschaftlicher Untersuchungen dafür aus, die Impfung weiterhin durchzuführen. Die Nebenwirkungen der Impfung seien „als kaum gewichtig“ einzustufen.

Die Diskussionsrunde kam gemeinsam zu dem Ergebnis, dass „vorbeugen immer besser sei als heilen“ und appellierte an die Länder, sich trotz der Aufhebung der Pflichtimpfung weiter an den Kosten der Impfung zu beteiligen.

„Vor dem Hintergrund des Klimawandels und weltweiter Handelsströme ist die Blauzungenkrankheit möglicherweise nur ein Vorbote von anderen Seuchen. Daher benötigen wir in dem gesamten Bereich eine konsequente Risikostrategie, um erheblichen Problemen vorzubeugen, die möglicherweise auch fatale Auswirkungen auf den Menschen haben könnten“, bilanzierte Dr. Priesmeier.



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