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Belgier planen 100.000 Sauen zu aus der Produktion zu nehmen
Dame (ba/vfz/isn) - Die Situation der Sauenhalter ist mehr als bescheiden. Niedrige Ferkelerlöse und geringe Einstallbereitschaft der Mäster drücken auf die Stimmung und im noch erheblicheren Maße auf die Einkommen. Ein neuer Lösungsansatz kommt aus Belgien: Die flämische Schweinehalterorganisation VEVA hat laut Agrarisch Dagblad einen Plan vorgestellt, nach dem der belgische Sauenbestand um 100.000 Tiere reduziert werden kann.
Diese Menge an Sauen entspricht ungefähr 20 % der gesamten Bestände in der Region Flandern. Flandern liegt im nördlichen Landesteil und dort konzentriert sich die belgische Schweineproduktion.
Die VEVA stellt sich vor, dass für jede Sau 650 € gezahlt werden. Die benötigten 65 Mio € sollen über eine Gebühr von einem 1€ pro Mastschwein finanziert werden.
Der flämische Premierminister Kris Peeters wurde in die Pläne bereits eingeweiht. Die Motivation der VEVA ergibt sich aus der aktuell schlechten wirtschaftlichen Situation der flämischen Schweineproduktion. Aufgrund niedriger Fleischpreise reduzierte sich die Nachfrage der Mäster nach Ferkeln. Ein weiter wachsendes Überangebot von Ferkeln ist die Folge. Zusätzlich belasten auch die belgischen Sauenhalter die anstehenden Investitionen in die Gruppenhaltung von Sauen, die bis 2013 abgeschlossen sein müssen.
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