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19.01.2011 RSS Feed

Bauern nehmen Anliegen der Verbraucher sehr ernst
Zukunftsfragen sind nur mit einer starken Land- und Forstwirtschaft zu lösen

München (ba/vfz/bbv) – Nach zwei sehr schwierigen Wirtschaftsjahren hoffen die Bauernfamilien 2011 auf eine nachhaltige, positive Entwicklung bei allen landwirtschaftlichen Erzeugerpreisen. Mit Blick auf die EU-Agrarpolitik stehen den Bauern heiße Monate bevor. „Für die Bauernfamilien geht es um viel“, sagte der Präsident des Bayerischen Bauernverbandes Gerd Sonnleitner beim Neujahrspressegespräch seines Verbandes heute in München. Die EU-Direktzahlungen machten heute im Schnitt 50 Prozent der landwirtschaftlichen Einkommen aus, und sie stabilisierten die Betriebe besonders in Krisenjahren wie 2009. Sonnleitner machte auch deutlich, dass die Bauern hierzulande Lebensmittel nach sehr hohen Standards erzeugten und dabei die Anliegen der Verbraucher sehr ernst nähmen.
Er verurteilte scharf das kriminelle Verhalten von Futtermittelherstellern, die den Dioxin-Skandal verantworten müssten. „Ein solches Verhalten ist ungeheuerlich. Ein solcher Betrieb gehört nicht nur sofort gesperrt, sondern auch die Geschäftsführung mit lebenslangem Berufsverbot belegt.“ Wieder seien Landwirte die Opfer von skandalösem Fehlverhalten in der Vorstufe. Ebenfalls würden die Verbraucher weiter verunsichert. Neben der Aufarbeitung des neuen Skandals durch die Staatsanwaltschaft bleibe es oberstes Gebot, den Weg zur vollen Wiederherstellung der Lebensmittelsicherheit und des Verbrauchervertrauens konsequent weiterzugehen. „Wir wollen bestmöglichen Verbraucherschutz und den Schutz der Landwirte. Deshalb müssen die Qualitätssicherungssysteme im Bereich der Futtermittel auf Herz und Nieren geprüft werden“, sagte Sonnleitner. Da die Folgen für die gesamte Branche immens seien, appellierte Sonnleitner an alle Marktbeteiligte dazu beizutragen, die Märkte jetzt zu stabilisieren und einem weiteren Preisrutsch aktiv entgegenzuwirken.


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