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13.07.2011 RSS Feed

Aigner begrüßt Vorschläge der EU-Kommission
zur Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik

Ziel der Bundesregierung ist nachhaltige Bewirtschaftung der Fischbestände

Berlin (ba/vfz/min) - Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner begrüßt die heute präsentierten Vorschläge der EU-Kommission zur Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP): Es ist das Ziel der Bundesregierung, die Fischbestände – in den EU-Gewässern und weltweit – nachhaltig zu bewirtschaften. Die Überfischung hat in einigen Bereichen deutliche Ausmaße angenommen. Wir können unsere wertvollen Fischbestände nur dann wirksam schützen, wenn es langfristige Bewirtschaftungspläne mit begrenzten Fangmengen gibt, die auf wissenschaftlichen Empfehlungen basieren. Langfristig würden die Fischer in Europa und in Deutschland von der Reform profitieren, denn nur eine grundlegende Erholung der Bestände schaffe die Voraussetzungen für eine nachhaltige Bewirtschaftung, so die Ministerin.

Aigner erklärte, dass die Vermeidung von Rückwürfen in der Fischerei ein zentrales Thema der anstehenden Reform werden müsse. Es sei höchste Zeit Rückwurfverbote einzuführen, um dem unnötigen Sterben von Meerestieren ein Ende zu setzen. Deutschland dränge schon seit geraumer Zeit auf die schrittweise Einführung von Rückwurfverboten und Anlandegeboten und habe dazu bereits konkrete Konzepte vorgelegt. Jetzt müssten die Vorschläge der Kommission im Detail geprüft werden.

Aigner begrüßte, dass die EU-Kommission trotz weit reichender Vorschläge zur Verwaltung der Fangmöglichkeiten die Grundpfeiler der Gemeinsamen Fischereipolitik nicht antasten wolle. So wird das Prinzip der relativen Stabilität, das den Mitgliedstaaten gleich bleibende Anteile an den beschlossenen Gesamtfangmengen sichert, im Kommissionsvorschlag nicht in Frage gestellt.

Positiv ist insbesondere auch die angestrebte Verbesserung der Informationen für die Verbraucher zu sehen. Hier erwarte ich nun von der EU-Kommission vor allem konkrete Vorschläge für europaweit harmonisierte Mindestanforderungen an die freiwilligen, bereits am Markt befindlichen Nachhaltigkeitssiegel, sagte Aigner. Durch verlässliche Siegel können Verbraucher ihren Beitrag zum Schutz der Meerestiere leisten.


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