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02.09.2010 RSS Feed

Agrarland in NRW nochmals teurer

Bonn (ba/vfz/pm) - Die Preise für landwirtschaftliche Grundstücke sind in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr gestiegen. Der Durchschnittspreis lag mit 26 840 €/ha knapp 2,1 % über 2008 und ist damit der höchste Wert in den vergangenen sechs Jahren.

Zu diesem Ergebnis kommt, wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) mitteilt, eine Auswertung der vom Landesbetrieb Information und Technik erstellten Statistik durch die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. 2009 gab es in NRW rund 3 330 Verkäufe von landwirtschaftlichen Flächen. Davon entfielen knapp 46 % auf die Regierungsbezirke Düsseldorf und Köln. Der Regierungsbezirk Köln weist mit 29 % den höchsten Anteil auf, gefolgt von den Regierungsbezirken Detmold mit 23 und Düsseldorf mit 16 %.

Die Preise reichten von rund 34 400 €/ha im Regierungsbezirk Münster bis 20 260 €/ha im Regierungsbezirk Detmold. Insgesamt wurden 6 020 ha landwirtschaftlich genutzte Fläche veräußert, das sind 2,6 % weniger als 2008. In den westfälischen Kreisen Coesfeld, Borken, Recklinghausen, Unna sowie in den rheinischen Kreisen Rhein-Kreis Neuss, Rhein-Erftkreis und Düren wurden mit Beträgen von 33 029 bis 40 905 €/ha die höchsten Kaufpreise notiert, da vor allem in den rheinischen Kreisen vorwiegend hochwertiges Ackerland veräußert wurde. Die niedrigsten Kaufpreise von 11 140 bis rund 15 420 € verzeichneten die überwiegend durch Grünland geprägten Kreise im Siegerland, im Sauerland und im Bergischen Land sowie die Kreise Euskirchen und Lippe.

Im Bundesvergleich wird deutlich, dass in NRW seit Jahren unverändert die höchsten Bodenpreise gezahlt werden. Hier liegt der Kaufpreis knapp sechs Mal so hoch wie in Brandenburg. An zweiter Stelle rangiert weiterhin Bayern, gefolgt von Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hessen. Im Durchschnitt der neuen Länder wurden 5 944 €, in den alten hingegen 17 853 €/ha erzielt. Der Osten holt aber kräftig auf. So stiegen die Preise in den neuen Bundesländern in einem Jahr um fast 20 %, in den alten dagegen nur um 4,5 %.



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